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Falconaia Canyoning

Im Gegensatz zum Nachbar Ruda ist der Falconaia im Sommer leider nahezu trocken. Zwar gibt es noch mehrere Gumpen, doch werden diese im Verlaufe der Saison immer wärmer und grüner, da das Wasser nicht mehr fliessen kann. Trotzdem ist der Falconaia empfehlenswert, gibt es hier doch sagenhafte Tafoni-Bildungen und riesige Abseilstellen! Leider wurde die Begehung des Falconaia reglementiert. Seit dem Jahr 1998 darf der Bach nur noch von 1. Mai bis 30. September begangen werden. Wer es zeitlich also richten kann, sollte anfangs Mai hier sein. Man kann dann durch Becken schwimmen, die im Sommer staubtrocken sind.

Ausrüstung

  • Neoprenanzug, Helm, übliche Canyoning-Ausrüstung
  • Seil: 2 x 75 m und 2 x 40 m

 

Anfahrt

Von Corte aus fährt man auf der T20 Richtung Bastia und biegt bei Francardo auf die D84 nach Calacuccia/Porto ab. Man folgt nun dem Flusslauf des Golo, überquert diesen bei Ponte Castirla und biegt bleibt danach, links abbiegend, auf der D84 Richtung Niolo. Schon bald wird das Tal enger und man kommt in die Scala di Santa Regina. Nun heisst es aufpassen, denn in der Schlucht überquert man mehrere kleine Brückchen. Eine davon überquert den Falconaia. Man erblickt dabei rechterhand die grosse Kaskade, die allerdings im Sommer trocken ist. Man parkt das Auto allerdings noch nicht hier, sondern erst knapp 500 m später bei der Brücke von Accia, welche den Ruda überquert (siehe dort).

 

Zustieg

Vom Parkplatz bei der Pont d’Accia steigt man auf der von unten gesehen rechten Flussseite hoch zum alten Weg durch die Scala di Santa Regina. Hat man diesen erreicht, folgt man ihm westwärts und biegt dann noch vor der schönen zweibogigen Brücke rechts ab. Nun wird der Weg zum Pfad und steigt in mehreren Kehren steil bergan. Schatten gibt es keinen und so ist man froh, den Aufstieg am Vormittag in Angriff genommen zu haben. Man erklimmt 200 Höhenmeter und kommt so unter der Hochspannungsleitung durch. Dort erreicht man den oberen Weg, der von Corscia herkommt, und biegt hier rechts ab. Nun folgen die mühsamsten 500 m in der Scala di Santa Regina! Der Weg verliert sich oft. Eine gute Hilfe stellt aber die Hochspannungsanlage dar, denn der Weg verläuft immer mehr oder weniger parallel dazu. Auf einem Kamm, auf welchem auch ein Hochspannungsmast steht, kommt man an ein paar Ruinen vorbei. Von hier aus führt der Weg nur noch abwärts, bis man schlussendlich das Bachbett erreicht. Auf dieser Strecke haben wir bei unserem letzten Besuch die Überreste einer Kuh entdeckt, die über rund 100 m entlang des Wegs verteilt waren. Erst lag da ein Schädel, danach ein Huf und später ein Paar Rippen. Der Bach ist aber bald erreicht und die von der Sonne gebleichten Gebeine des Rindes sind schnell vergessen.

Falconaia Canyoning: Die Tour

Hat man die erste rund 3 m hohe Stufe überwunden, kommt man gleich zur ersten Abseilstelle, die 16 m hoch ist. Gleich darauf folgt schon die nächste Stufe, eine knapp 50 m hohe Trockenkaskade. Betrachtet man die Tafoni-Felsen, hat man Gefühl in der Calanche zu sein! Anschliessend gelangt man zu einem grossen, zwischen den Felswänden eingeklemmten Felsblock. Hier seilt man über zwei kleine Stufen darunter durch ab. Es soll auch möglich sein, vom Block aus abzuseilen. Wir haben den „Grotten-Weg“ gewählt. Die nächste Kaskade ist rund 25 m hoch und im Sommer ebenfalls trocken. Darunter soll es im Frühjahr einen grossen Gumpen geben. Bei unserer Begehung war leider alles trocken. Dafür entschädigen aber auch hier wieder die tollen Tafonis! Schliesslich steht man vor der 70 m hohen Königsstufe! Von hier aus ist die D84 bereits zu sehen. Die Abseilstelle ist nicht senkrecht und stellt, abgesehen von der Höhe, kein Problem dar. Man kann sie in einem Stück überwinden oder aber in zwei Mal 35 m unterteilen. Man seilt auf der rechten Flussseite ab und findet dort auch die Bohrhaken auf halber Stufe.

 

Danach folgt mit etwas über 20 m wieder eine kleinere Stufe und bald überquert man den alten Weg durch die Scala di Santa Regina. Es folgt noch die letzte Abseilstelle, die 20 m hoch ist. Darunter wartet – endlich – ein schönes Becken und spendet die willkommene Abkühlung! Gleich darauf ist auch schon die Strasse erreicht.

 

Der Rückweg

Man erreicht die D84 und folgt dieser westwärts einen halben Kilometer, bis man die Brücke von Accia erreicht hat. Wer sich noch schnell abkühlen möchte, kann nochmals zum alten Weg hochsteigen und bis zur zweibogigen Brücke gehen. Dort gibt es nette Gumpen, in denen man sich verweilen kann.

 

Unterkünfte

Im Niolo findet man drei Campingplätze: Camping L’Arimone und Camping U Monte Cintu in Lozzi und der Camping Acqua Viva in Calacuccia

Canyoning

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