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Flusswanderung Tavignano

Flusswanderung Tavignano

Die Flusswanderung im Tavignano ist lang, aber landschaftlich wunderschön. Der Tavignano ist nach dem Golo ist er der zweitlängste Fluss Korsikas. Im Gegensatz zum benachbarten Restonicatals führt hier keine Strasse durch das Tal und somit hält sich der touristische Andrang auch im Hochsommer stark in Grenzen. Heute zeugen im unteren Teil des Tals verlassene Terrassen von einstiger landwirtschaftlicher Bedeutung. Der jahrhundertealte Maultierpfad stellte eine wichtige Verbindung zur Westküste dar.

 

Je nach Kondition und Motivation kann man von der Holzbrücke die ganze Strecke zurück nach Corte im Fluss zurücklegen. Ansonsten gibt es ab dem schwarzen See mehrere Ausstiegsmöglichkeiten. Der Tavignano bietet viele Schwimmpassagen, diverse Sprünge und einen wunderschönen Wasserfall. Der einzige Pflichtsprung misst rund 3 Meter. Beim Wasserfall und im schwarzen See sind aber Sprünge aus bis zu 14 Meter möglich.

 

Geführte Flusswanderung im Tavignano

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Flusswanderung Tavignano

Ausrüstung

  • Neoprenanzug, Badehose und T-Shirt
  • Badetuch, Verpflegung, Geldbeutel und Autoschlüssel wasserdicht verpackt
  • allenfalls 10 m Seil (z. B. zum Absichern von Kindern)

 

Anfahrt

Corte, die heimliche Hauptstadt Korsikas, liegt im Herzen der Insel. Die Stadt wird überragt von einer gewaltigen Zitadelle. Wir stellen das Auto immer westlich der Zitadelle, unmittelbar vor dem Camping Chez Bartho ab. Dort steht das Auto den ganzen Tag über im Schatten hoher Bäume unmittelbar am Ufer des Tavignanos. Weitere Parkplätze befinden sich am Nordende der Zitadelle.

 

 

Zustieg

Vom Parkplatz vor dem Camping Chez Bartho aus geht man zuerst über die Brücke über den Tavignano. Anschliessend folgt man der Strasse bergauf, immer dem Fusse der Zitadelle entlang. Oben angelangt – dort befände sich der andere Parkplatz – folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg Richtung Refuge de Sega und Lac de Nino. Der alte Maultierpfad verläuft immer am Südhang, schattenspendende Bäume sind rar. Somit ist es sehr empfehlenswert, den Weg früh in Angriff zu nehmen. In der Mittagshitze wird der Aufstieg sonst zur Qual. Vom Weg aus geniesst man einen schönen Ausblick auf die Zitadelle, weit unten rauscht der Tavignano und zwischendurch hört man auch Kinder, die sich in den kühlen Fluten erfrischen. Nur schon die Wanderung durch das Tal lohnt sich. In rund eineinhalb bis zwei Stunden erreicht man eine Holzbrücke, die den Fluss überquert. Hier steigt man in den Fluss.

Tavignano Flusswanderung: Die Tour

Zu Beginn sucht man sich einen Weg zwischen grösseren Steinbrocken hindurch. Bereits kann man ein paar kleinere Sprünge wagen. Teilweise hat sich das Wasser tief in den Felsen hineingefressen.

 

Nach rund einer Stunde ist der enge Teil des Tavignanotals, die Schlucht, erreicht. Bald folgt auch schon der Pflichtsprung aus rund 3 Metern Höhe. (Unmittelbar daneben befindet sich ein Wasserfall.) Das Tal weitet sich wieder und nach einem etwas langweiligeren Stück gelangt man zu einem malerischen, rund 7 Meter hohen zweistufigen Wasserfall. Mutige springen direkt ins grosse Becken, die anderen klettern auf der rechten Flussseite hinunter. Hier zeigt sich der Tavignano wieder von einer sehr interessanten Seite. Das Wasser sucht sich seinen Weg über verschieden hohe Felsstufen oder zwängt sich durch enge, in den Granit gefressene Stufen, ehe es wieder in weiten Becken zu erholen scheint. Kurz vor dem schwarzen See wird es etwas problematisch, direkt dem Wasserverlauf zu folgen. Viel einfacher und ungefährlicher ist es, das Hindernis rechts zu umgehen und trockenen Fusses zum schwarzen See hinabzusteigen.

 

Beim schwarzen See (die Korsen nennen ihn Lavu Niellu) hat man bereits etwas mehr als die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Ein Grund mehr, hier etwas länger zu verweilen. Von den Felsen auf der linken Flussseite kann auf den verschiedensten Höhen ins tiefe, pechschwarze Becken springen. Angefangen bei etwas mehr als einem Meter, kann man sich schrittweise den krönenden 14 Metern nähern. Adrenalinschübe sind garantiert!

 

Hier könnte man auch auf der linken Seite wieder zum Weg hochsteigen (Rückweg Variante a). Wer vom Fluss noch nicht genug hat, folgt ihm weiter Richtung Corte. Man durchquert noch einige hübsche Becken und erspart sich so den Rückweg auf dem der Sonne ausgesetzten Maultierpfad. Je mehr man sich der Stadt nähert, desto mehr Leuten, vor allem Einheimischen, begegnet man. Auf den letzten paar hundert Metern zeigt sich der Tavignano dann eher von seiner langweiligen Seite. Das Flussbett ist sehr breit und voll Geröll, sodass man vom Wasser nicht mehr viel sieht. Schlussendlich gelangt man direkt zum Parkplatz beim Camping Chez Bartho.

 

 

Der Rückweg

Variante a: Vom Lavu Niellu aus steigt man auf der linken Flussseite steil hoch. Einen richtigen Weg gibt es nicht, dafür aber zahlreiche Trampelpfade. In rund einer Viertelstunde ist der Wanderweg erreicht, auf dem man wenige Stunden zuvor hochgegangen ist. Vierzig Minuten später hat man Corte erreicht.

 

Variante b: Wer den Tavignano bis Corte begeht, hat keinen Rückweg mehr.

Canyoning

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