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Puracaraccia Canyoning

Purcaraccia Canyoning

Purcaraccia

Die Purcaraccia ist wohl der Fluss mit den schönsten Rutschpartien der Insel. Kristallklare, grüne Gumpen laden zum Badevergnügen in einer absolut grandiosen Landschaft. Das Wasser hat im Laufe der Zeit die Felsen blank geschliffen und somit vollendet, was Gletscher in der Eiszeit begonnen haben. Zwei abenteuerliche, je rund 40 m hohe Abseilstellen sind die Höhepunkte der Tour. Drei grosse, bis zu 12 m lange Rutschen geben den nötigen Nervenkitzel. Auch ohne Canyoning-Ausrüstung kann die Purcaraccia begangen werden. Die unteren Becken und Rutschen sind allein schon einen Familienausflug wert! Die grossen Abseilstellen können umklettert werden. Leider ist die Purcaraccia kein Geheimtipp mehr und so tummeln sich in der Hochsaison viele Badetouristen im und am Wasser und schauen etwas neidisch den Abseilaktionen der Canyonisten zu.

 

Geführte Canyoning-Tour in der Purcaraccia

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Ausrüstung

  • Neoprenanzug, Helm, übliche Canyoning-Ausrüstung
  • Seil: 2 x 45 m

 

Anfahrt

Von Solenzara aus fährt man auf der D268 Richtung Col de Bavella. Gleich nach dem Col de Larone folgt eine Haarnadelkurve. Hier stellt man das Auto am Strassenrand ab. Direkt in der Kurve, führt ein gut ausgetretener Pfad durch die Macchia ins Tal der Purcaraccia.

 

Zustieg

Vom Pfad, einem jahrhundertealten Hirtenpfad aus geniesst man schöne Blicke auf die Gipfel des Bavella-Massivs. Der Weg ist manchmal ein wenig ausgesetzt. Nach rund 40 min erreicht man den Fluss. Auf der linken Flussseite ragt eine Felswand senkrecht in die Höhe. Hier überquert man den Purcaraccia und folgt dem Weg auf der rechten Flussseite. Man gelangt zu einem riesigen natürlichen Felsunterstand (franz: Abri). Hier fanden wir schon Zuflucht vor einem heftigen Sommergewitter mit haselnussgrossen Hagelkörnern. Etwas weiter oben wechselt man wieder die Flussseite. Rechts der Gumpe führt der Weg steil hoch. Diesem folgt man nun immer auf dieser Flussseite, immer die abgestorbene Kiefer im Blickfeld. Hat man diese erreicht – dazwischen hat man tolle Ausblicke auf die Kaskaden und Gumpen – führt der Weg bald hinunter zum Bachbett. Etwas weiter oben gibt es noch eine flache, 30 m lange Abseilstelle, die man sich aber ersparen kann.

Purcaraccia Canyoning: Die Tour

Für die, die ganz oben einsteigen: Die oberste Abseilstelle ist sehr einfach, da verhältnismässig flach. Trotzdem ist die nötige Vorsicht geboten, da der Fels sehr rutschig ist. Die Bohrhaken findet man am grossen Block. Anschliessend klettert man ein paar kleinere Stufen hinunter und gelangt schon bald zur ersten, noch ziemlich flachen Rutsche, über welche man in ein kristallklares, tiefes Becken gelangt.

 

Für die, die sich die erste Abseilstelle erspart haben: Hat man das Bachbett erreicht, wartet schon die erste, noch flache, Rutsche und bietet so die willkommene Abkühlung nach dem anstrengenden Aufstieg. Wer davon jetzt schon nicht genug kriegt, kann auf der linken Flussseite wieder hochklettern und gleich nochmals rutschen. Etwa 50 m weiter folgt aber bereits die nächste Rutsche. Diese ist deutlich steiler und hat auf halber Höhe eine kleine Schanze. Es braucht schon etwas Mut, von ganz oben zu rutschen. Wer diesen nicht hat, klettert auf der linken Seite bis zum Absatz hinunter und rutscht erst von dort ins kristallklare und tiefe Becken.

 

Bald ist die erste 40 m-Abseilstelle erreicht. Die einen Bohrhaken befinden sich auf der linken Flussseite. Entweder seilt man trocken über die linke Felswand ab oder aber, etwas interessanter, direkt im Wasserfall was allerdings eine etwas glitschige Angelegenheit ist. Das untere Becken ist nicht tief. Wer im Wasserfall abgeseilt hat, erreicht zuerst ein Minibecken, ehe man das nicht mal 2 m darunter liegende grössere erreicht. Sollte die Abseilstelle von einer der grossen, geführten Canyoning-Gruppen länger besetzt sein, so findet man auf der rechten Flussseite nochmals einen Bohrhaken. Hier seilt man die ganze Wand aber komplett im Trockenen ab und hat erst im darunter liegenden Becken wieder Wasserkontakt.

 

Wieder Lust auf eine Rutsche? Kein Problem! Die nächste folgt sogleich. Sie ist wieder etwas flacher als jene vor der grossen Abseilstelle. Auch hier kann man auf der rechten Flussseite wieder hochkraxeln und nochmals rutschen.

 

Folgt man danach unmittelbar dem Wasserlauf, gelangt man in eine Minischlucht. Dort seilt man über eine etwas über 2 m hohe Stufe ab – oder rutscht hinunter. Das Wasser hat eine tiefe Schneise in den Fels geschliffen. In die folgende Gumpe kann man springen. Wer etwas höher hinaus will, klettert auf der rechten (etwas einfacher) oder linken (etwas schwieriger) Seite hoch und kann dann aus rund 6 m springen. Gleich darauf folgt eine weitere Rutsche. Diese ist wieder deutlich steiler als die letzte und hat ebenfalls eine kleine Schanze auf halber Höhe.

 

Knapp 100 m weiter erreicht man die zweite 40 m-Abseilstelle. Die Bohrhaken befinden sich auf der rechten Flussseite. Die glatte Platte erlaubt auch mal schnelles Abseilen.

 

Anschliessend klettert man zwei Stufen hinunter. Dazwischen gibt es eine letzte – winzige – Rutsche. Bei der zweiten Stufe ist ein Sprung möglich. Danach folgt noch ein rund 6 m hoher Wasserfall. Auch hier kann man springen, allerdings kommt man unten mit den Füssen leicht auf dem Grund auf. Die Tour im Purcaraccia ist zu Ende.

 

Man könnte dem Fluss noch weiter folgen, bis man in rund einer Stunde die D268 erreicht. Von hier geht’s zu Fuss oder per Autostop rund 3 km Richtung Col de Larone zurück zum Fahrzeug.

 

Der Rückweg

Gut eine Stunde benötigt man, um auf dem gleichen Weg wieder zum Auto zu gelangen. Man geniesst dabei eine wunderschöne Aussicht!

 

Unterkünfte

siehe Fiumicelli-Tour

Canyoning

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