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Richiusa Canyoning

Die Richiusa ist ein sehr abwechslungsreicher Fluss. Der obere Teil ist eher flach und das Tal breit. Im unteren Teil verengt sich das Tal zu einer eindrucksvollen Schlucht. Die senkrechten Wände stehen eng beieinander, sodass kaum mehr ein Sonnenstrahl hineinkommt. Mehrere Abseilstellen, Rutschen und Sprünge bieten ein Höchstmass an Spass ohne grössere Schwierigkeiten.

 

Vorsicht: Allfällige Gewitter können den Wasserpegel innert Sekunden ansteigen lassen und so zur tödlichen Falle werden. Mehrere, teils tragische, Zwischenfälle in den letzten Jahren zeugen von den Gefahren, die ein Fluss bergen kann. Deshalb ist es unabdingbar, vor der Tour den Wetterbericht zu konsultieren und immer ein wachsames Auge zu Himmel zu haben.

Ausrüstung

  • Neoprenanzug, Helm, übliche Canyoning-Ausrüstung
  • Seil: 2 x 20 m

 

Anfahrt

Von Corte (42 km) aus fährt man über den Col de Vizzavona Richtung Ajaccio. Am Ortseingang von Bocognano biegt man rechts auf eine schmale Strasse nach Busso ab. Danach folgt man den Richiusa-Schildern und stellt das Auto bei der Elektrostation in der Nähe des Gravonaflusses ab. In der Getränkebude erhält man Infos über den Fluss oder kann bei einem professionellen Canyoninganbieter die Richiusa-Tour buchen. Interessanter und viel kurzweiliger ist natürlich ein Begehen der Schlucht auf eigene Faust.

 

Zustieg

Beim Parkplatz steht eine übergrosse Warntafel, welche in fünf Sprachen auf die Gefahren der Schlucht aufmerksam macht und Hinweise gibt, die im Notfall zu beachten sind. Das Lesen der deutschsprachigen Übersetzung ist überaus amüsant! Tragischer hingegen ist das Denkmal direkt unter der Tafel. Ein Stein erinnert an den Tod eines Jungen aus Bastia, der beim Versuch, seine Freunde zu retten, ums Leben gekommen ist. Deshalb hier ein wichtiger Hinweis: Die Tour soll auf gar keinen Fall unternommen werden, wenn am Himmel nur die geringsten Anzeichen eines Gewitters zu erkennen sind. Vor der Tour muss man sich überdies unbedingt den Wetterbericht konsultieren! Ist man einmal in der Schlucht drin, gibt es kein Zurück mehr. Der Wasserpegel kann im Falle eines Gewitters innert kürzester Zeit ansteigen.

 

Man überquert die Gravona und folgt auf der anderen Seite dem Weg durch die Macchia. Nach ein paar Minuten erreicht man die Richiusa. Über die Brücke gelangt man auf die andere Seite. Der Weg ist blau und orange markiert, steigt stark an und führt in zahlreichen Kehren hoch. Man sieht hinunter ins Gravonatal. Nach rund einer halben Stunde wird der Weg flacher und führt immer weiter ins Tal hinein. Man passiert eine verlassene Bergerie und erblickt im Hintergrund eine grosse, eigenartige Felsnadel, auf welcher ein kleiner Privatwald wächst. Etwa auf der Höhe dieser Felsnadel gelangt man zum Flussbett, wo man den Neoprenanzug und den Klettergurt anzieht.

Richiusa Canyoning: Die Tour

Der obere Teil der Tour ist sehr einfach zu begehen. Man folgt dem Flussverlauf ohne grosse Schwierigkeiten. Ein paar kleinere Sprünge und Rutschen sind möglich, lassen sich aber auch problemlos umklettern. Nach rund einer halben Stunde erreicht man die erste relativ flache Abseilstelle (12 m). Die Bohrhaken befinden sich auf der rechten Flussseite. Das Abseilen ist einfach, der Fels allerdings etwas glitschig.

 

Der weitere Flusslauf bietet zahlreiche kleinere Becken, Rutschen und Sprünge bis 7 m, bis man nach rund 45 min die zweite grosse Abseilstelle (12 m) erreicht. Die Bohrhaken befinden sich auf der linken Flussseite. Gleich hat man den eigentlichen Teil der Schlucht erreicht. Ins nächste Becken kann man rutschen. Wer gerne aus grossen Höhen springt, klettert auf der rechten Flussseite hoch und kann dann aus rund 10 m ins Becken springen. Danach klettert man über den fast kugelrunden, zwischen den Felswänden eingeklemmten Stein und schwimmt durch die schmale Gumpe die sich schnell verengt. Es folgt eine rund 4 m hohe Stufe, von welcher man ins nächste Becken springen kann. Wer will, kann sich auch abseilen.

 

Es folgt noch eine weitere Abseilstelle, an welcher man aber auch springen kann. Nach einem weiteren Sprung ist die Schlucht passiert. Das Tal wird nun wieder breiter. Hier trifft man auf zahlreiche Badende, die sich hier vergnügen. Man folgt dem Fluss, bis man wieder an der Brücke über den Richiusa angelangt ist.

 

Der Rückweg

Über den Weg durch die Macchia gelangt man wieder zum Gravona, der überquert wird.

 

Unterkünfte

In Richtung Ajaccio und direkt am Gravona gelegen findet man den Camping Les Eaux Vives. Die Stellplätze sind toll, sehr schattig und man kann jederzeit ein Bad im Gravona nehmen.

 

Fährt man nordwärts und überquert den Col de Vizzavona, so findet man bei Tattone den Camping Le Soleil, von wo aus man beim Abwasch und auch sonst einen super Blick auf den Monte d’Oro hat.

Canyoning

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