Herbstferien 2025 auf Korsika
Vom 28. September bis am 12. Oktober verbringen wir unsere Herbstferien auf Korsika. Für mich ist es die 97. Korsika-Reise.
Unsere Herbstferien 2025 auf Korsika
In der ersten Woche wohnen wir auf dem Camping Pertamina U Farniente in Bonifacio und in der zweiten Woche in der Domaine Arcobiato in Olmeto Plage. Wir waren mit einer befreundeten Familie unterwegs. Sie begleiteten uns bereits im Sommer 2022 im Norden Korsikas und wollten nun mit uns zusammen noch den Süden entdecken.
Samstag, 27. September
Wir fuhren kurz vor Mittag ab und holten meine Mutter in Gossau ab. Es ging über den San Bernardino, wo es gerade einmal 4°C warm war und stark regnete. Im Tessin wurde es schöner. Den Stau vor dem Zollübergang Chiasso umfuhren wir mit Hilfe der Google-Map. So überholten wir unsere Freunde, welche mit uns die zwei Wochen auf Korsika verbringen. Der Rest der Reise verlief mit wenig Verkehr. So waren wir viel zu früh bei Savona und beschlossen, in einem Ort in der Nähe ins Restaurant zu gehen. So landeten wir in Spotorno, wo wir im Restaurant Black Bull eine sehr leckere und preiswerte Pizza assen. Danach ging es in nur 10 Minuten zum Hafen, wo wir auf die Ankunft der Mega Express 4 warteten. Wir standen zuvorderst und waren das erste Auto, welches aufs Schiff fahren durfte. Daher bekamen wir auch sogleich den Kabinenschlüssel. Nach einem Glas Wein in der Bar gingen wir noch kurz aufs Deck, ehe wir dann schlafen gingen.





Sonntag, 28. September
Um 5.30 Uhr wurden wir in unserer Kabine geweckt. Ich ging kurz auf Deck und schaute zu, wie die Fähre in den Hafen von Bastia fuhr. Wir konnten als eines der ersten Fahrzeuge von Bord. Mit unseren Freunden waren wir in Miomo verabredet. Dort frühstückten wir im Le Torre Mare und genossen einen herrlichen Sonnenuntergang. Die Sonne direkt rechts der Insel Elba auf. Nach dem Frühstück ging es auf der D31 über San-Martino-di-Lota zum Belvédère de Bastia, von wo aus man auf eine Höhe von 300 m ü. M. einen herrlichen Blick über die Stadt und seine Küstenregion hat. Die schöne Aussichtsterrasse wurde im Mai 2025 eröffnet. Schliesslich fuhren wir zurück nach Bastia und dann bis zum Palombaggia-Strand. Unterwegs besuchten wir kurz meine Schwester in ihrem Wohnwagen auf dem ehemaligen Camping Tropica. Am Palombaggia-Strand parkten wir hinter dem Restaurant Playa Baggia, wo wir zu Mittag assen. Das Restaurant liegt direkt am herrlichen Strand. Das Essen war ausgezeichnet, hatte aber seinen Preis. Schliesslich ging es zum Camping Pertamina U Farniente. Wir checkten ein, allerdings waren unsere Unterkünfte noch nicht bereit. So fuhren wir kurz nach Bonifacio, das vom Campingplatz aus nur gerade 7 Minuten entfernt liegt. Wir staunten darüber, wie viel Ende September hier noch los ist. Schliesslich, um 17 Uhr, waren unsere beiden Mobil-Homes Cavallo dann fertig. Wir richteten uns ein und gingen danach ins Camping-Restaurant zum Nachtessen. Sie hatten zwar nicht mehr alles, was auf der Karte stand, beispielsweise keine Pizzen mehr, aber alle fanden etwas Passendes. Service und Qualität der Speisen waren tiptop! Nach der langen Reise gingen wir früh ins Bett.
















Montag, 29. September
Ausschlafen war angesagt! Wir starteten gemütlich in den Tag. Nach dem Frühstück fuhren ein Teil von uns und ein Teil von unseren Freunden an den Strand von Piantarella. Von dort gingen wir zur Plage du Petit Sperone. Das Wasser war glasklar, des Sand schneeweiss und fein. Ich machte ein paar Drohnenaufnahmen und ging dann noch alleine zur in der Nähe gelegenen Plage du Grand Sperone. Hierfür führt ein Fussweg durch den Golfplatz von Sperone, angeblich einem der schönsten Golfplätze von Europa.
Den zweiten Teil des Nachmittags verbrachten wir in der Poolanlage des Campingplatzes und im Whirlpool auf der Terrasse unseres Mobil-Homes.
























Dienstag, 30. September
Heute stand eine Wanderung, die ich noch nicht kannte, auf dem Programm. Diese startet bei der Ermitage de la Trinité, unweit von Bonifacio und führt zum Capu di Fenu. Nach einem gemütlichen Frühstück gingen wir Lunch einkaufen und fuhren zum Parkplatz bei der Ermitage. Die Zufahrt ist mittlerweile auf 2.10 m beschränkt. Die Wanderung führte zuerst 20 min hinunter bis zum Meer. Danach folgte man dem Meer bis zum Leuchtturm auf dem Capu di Fenu, was etwas über eine Stunde beansprucht. Danach geht es auf einem anderen Weg zurück zum Parkplatz. Insgesamt dauert die Wanderung 3 Stunden. Nach einem Eis im Hafen von Bonifacio ging es zurück auf den Campingplatz, wo wir in den Pools badeten. Zum Nachtessen ging es nochmals nach Bonifacio. Wir assen im L’Escale.
Die Wanderung wird bald auf Paradisu beschrieben.















Mittwoch, 1. Oktober
Nach einem strahlend blauen Morgen zog es immer mehr zu und es regnete bis am Abend immer wieder teilweise sehr stark. Daher verbrachten wir den Grossteil des Tages im Mobil-Home oder im warmen Whirlpool auf der Terrasse. Am Abend klarte es auf und wir gingen in Bonifacio Essen. Wir entschieden uns für das Restaurant L’Ancuna am Hafen. Es war sehr gut. Eine Freundin aus Studienzeiten mit ihrer Familie war auch dabei. Sie reisen über Korsika nach Sardinien und dann weiter in die Toskana. So sassen wir zu vierzehnt im Restaurant.



Donnerstag, 2. Oktober
Heute stand ein Besuch von Bonifacio auf dem Programm. Wir parkten oben beim Friedhof und starteten unsere Besichtigung dort. Es ging durch die Altstadt und natürlich besuchten wir die Escalier du Roi d’Aragon. Danach gab es in der Oberstadt ein Mittagessen.
Am Nachmittag, nachdem wir auf den Camping U Farniente zurückgekehrt waren, zog ich nochmals alleine los. Ich besuchte den Nuraghe de Tati. Das ist ein klassischer Baracun, wie sie in der Region Bonifacio zuhauf vorkommen. Auf dem Heimweg querte eine Wildschwein-Familie meinen Weg.






















Freitag, 3. Oktober
Kurz vor Mittag fuhren wir zur Plage de Tonnara. Dort blies ich unser Stand-up-Paddle auf. Der Strand ist mit seinen vorgelagerten Inselchen sehr gut geeignet zum Paddeln. Leider zog es aber sehr schnell zu und der Wind frischte auf. So packten wir zusammen und fuhren zurück auf den Campingplatz. Nach einer Stärkung unternahmen wir die kurze Wanderung zum Genueserturm von Olmeto. Danach stand noch eine Weinprobe bei der Domaine de Tanella auf dem Programm. Hier deckten wir uns mit Rotwein und Rosé ein.

















Samstag, 4. Oktober
Heute unternahmen wir die Wanderung zum Capu Pertusatu. Allerdings starteten wir nicht im Hafen von Bonifacio, sondern beim Zustieg zur Plage des Trois Pointes. Hier gibt es neuerdings einen grossen Parkplatz und einen Snack. Wir „wanderten“ zum Leuchtturm und genossen dort die herrliche Aussicht auf den Strand von Saint Antoine. An drei Orten liess ich die Drohne steigen. Nach der kurzen Wanderung genossen wir ein Eis im Hafen von Bonifacio. Zum Abendessen – heute ist der letzte Abend in Bonifacio – fahren wir dann nochmals in die Stadt. Morgen ziehen wir dann um nach Olmeto Plage.


























Sonntag, 5. Oktober
Zeit für den Umzug. Wir mussten das Mobil-Home um 10 Uhr verlassen. Da wir in Olmeto Plage erst um 16 Uhr einziehen konnten, planten wir einen Umweg. Wir fuhren nach Solenzara und von dort hoch zum Camping U Ponte Grossu, wo wir meinen Freund Toussaint besuchten. Ich zeigten unseren Freunden den Campingplatz. Schliesslich lud uns Toussaint zum Mittagessen ein. Danach fuhren wir über den Col de Bavella, weiter nach Zonza und dann durch das Alta Rocca über Levie und Sainte-Lucie-de-Tallano nach Propriano. Von dort ging es weiter nach Olmeto Plage, wo wir von der Familie Mozziconacci freundlich begrüsst wurden. Dieses Mal buchten wir nicht im Arco Plage, sondern gönnten uns eine Villa im oberen Teil, im Arcobiato. Im Herbst kostet diese Villa gerade einmal einen Viertel des Preises vom Sommer. Die Aussicht auf den Golf von Valinco von der Terrasse aus ist ein Traum.









Montag, 6. Oktober
Den Tag verbrachte ich mit einer Magenverstimmung im Bett…
Dienstag, 7. Oktober
Von unseren Ferienhäusern in Olmeto Plage aus hat man einen herrlichen Blick über den Golf von Valinco. Heute besuchten wir die gegenüberliegende Seite des Golfs: Campomoro. Wir wanderten hoch zum Genueserturm, der besucht werden kann. Von der Plattform des Turmes aus hat man eine schöne Aussicht. Anschliessend ging es hinunter zum Meer, wo wir bei schönen Tafonifelsen zu Mittag assen. In Campomoro tranken wir noch ein Glas Rosé, ehe es für eine Stunde an den fast menschenleeren Strand ging.
















Mittwoch, 8. Oktober
Am Morgen fuhren Gloria und ich zum Thermalbad von Baracci. Dieses war zwei Jahre wegen Umbau und Renovation geschlossen. Der Eintritt beträgt 9 € für einen Erwachsenen. Wichtig: Männer müssen eng anliegende Badehosen tragen. Badeshorts sind nicht erlaubt. Man entspannt sich in einem Becken, welches auch nach draussen führt. Das Wasser ist angenehme 36 Grad warm.
Nach dem Mittag unternahmen einen kleinen Ausflug Richtung Sartène. Zuerst besuchten wir die Genueserbrücke Spin’a Cavallu. Danach fuhren wir auf der D69 hoch nach Sartène. Wir parkten an der Avenue Gabriel Pieri, in der Nähe des Echauguette. Von dort gingen wir hoch zur Place de la Libération, auch Place Porta genannt. Durch den überdachten Durchgang, in welchem eine Gedenkplakette an die am 26. Mai 1583 verschleppten Einwohner von Sartène durch die Algerier erinnert. Hinter dem Durchgang liegt das Quartier Santa Anna, welches bekannt ist für seine schmalen und feuchten Gassen. Wir gelangten zurück zur Place Porta und besuchten die Kirche Santa Maria Assunta. Dort probte gerade Jean-Paul Poletti mit seinem Chor. Danach besuchten wir das Borgo-Quartier und assen schliesslich noch ein Eis auf einer Bank auf dem Platz.
Am Abend gingen wir im Restaurant U Scontru essen. Dieses liegt direkt neben der Brücke über den Taravo Richtung Porto-Pollo. Es wird ausserhalb der Saison vor allem von Einheimischen besucht. Ich genoss ein wunderbares Tatar.













Donnerstag, 9. Oktober
Gemäss Wettervorhersage war der Donnerstag ein regnerischer Tag. Daher versprachen wir den Kindern schon Tage zuvor, dass wir nach Ajaccio fahren und sie dort etwas shoppen können. Schlussendlich war das Wetter gar nicht schlecht, aber versprochen ist versprochen. So fuhren wir über Calzola, Pila-Canale (Menhire) und Cognocoli-Monticchi nach Ajaccio. Da man im Stadtzentrum kaum einen Parkplatz findet, fuhren wir direkt zum Parkplatz Miot an der D111. Von dort sind es ein paar hundert Meter bis ins Zentrum. Wir schlenderten durch die Altstadt und assen am Hafen im Restaurant A Marinasca, das wir schon sehr gut kennen. Am Nachmittag besuchten wir die grossen Geschäfte ausserhalb der Stadt: Decathlon, E.Leclerc, Auchan etc.
Insgesamt kein Tag nach meinem Geschmack…







Freitag, 10. Oktober
Den heutigen Morgen nutzte ich, um alleine etwas auf Recherche-Tour zu gehen. Zuerst suchte ich die Ruine des Genueserturms oberhalb von Porto-Pollo. Diese ist in den IGN-Karten immer noch als besonders sehenswert gekennzeichnet. Tatsächlich aber ist er sehr stark verfallen und von Büschen überwuchert. Es steht nur noch das unterste Stockwerk. Rundherum liegen die Steine der einstigen oberen Stockwerke.
Weiter ging es zur prähistorischen Fundstätte e Callanchi. Diese befindet sich in der Nähe von Filitosa oberhalb der D57. Ich musste etwas suchen und entdeckte zuerst einen Oriu. Erst später kam ich zur Fundstätte. Hier fanden Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre unter Joseph Cesari umfangreiche Ausgrabungsarbeiten statt. Heute ist allerdings kaum noch etwas zu erkennen. Man sieht einige Grundmauern und Felsunterstände, sogenannte Abris. Niemand würde glauben, dass dies eine der bedeutendsten Fundstätten der korsischen Prähistorik ist. Die Fundstücke kann man im Museum in Sartène betrachten.
Am späten Nachmittag fuhren wir nach Propriano, wo wir bei CMPV eine Bootstour mit Sonnenuntergang gebucht hatten. Wir verliessen den Hafen und fuhren in die Bucht von Campomoro. Hier ging das Schiff vor Anker und man konnte baden und schnorcheln, was einige Leute auch taten. Auf dem Rückweg ging es zu den schönen Felsen, von wo wir auch den Sonnenuntergang geniessen konnten. Es war eine sehr schöne Tour, die zwei Stunden dauerte.
Im Anschluss gingen wir in Propriano essen. Wir entschieden uns für das Restaurant L’Incantu, was ein absoluter Volltreffer war!






























Samstag, 11. Oktober
Nun ist er da, der letzte ganze Tag auf Korsika in diesen Herbstferien. Wir gingen an den Strand direkt unterhalb unserer Ferienanlage. Dort paddelten wir mit dem SUP, spielten Fussball und spazierten dem Meer entlang.
Am Abend gingen wir im Restaurant La Crique, welches oberhalb des Strandes liegt, essen. Eigentlich ein gutes Restaurant, aber weil Saisonende war, gab es viele Speisen nicht mehr und der Service war auch mässig motiviert. Schade.








Samstag, 12. Oktober
Bereits um 9 Uhr mussten wir unser Ferienhaus verlassen. Wir packten und putzten unsere Häuser und trafen uns um 9 Uhr an der Rezeption. Nach der Verabschiedung fuhren wir nach Propriano, wo wir am Hafen in einer Bar frühstückten. Danach trennten sich unsere Wege. Unsere Freunde hatten noch eine weiter Woche Korsika vor sich. Sie fuhren nach Porto-Vecchio. Wir machten uns auf den Weg nach Ajaccio. Zuerst besuchten wir die Corsica Arena, wo sich unsere Kinder im Trampolinpark austoben konnten. Gloria und ich spielten eine Runde Bowling.
Schliesslich fuhren wir auf der D111 Richtung Sanguinaires. Auf der Strecke suchten wir ein Restaurant für das Mittagessen und wurden mit dem Texas Café in Barbicaja fündig. Es war sehr gut. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter Richtung Pointe de la Parata. Eigentlich wollten wir zum Genueserturm hochsteigen. Wir sahen aber bald schon, dass dieser zwecks Renovation eingerüstet war. So drehten wir um und schlenderten etwas durch Ajaccio. Um 17 Uhr konnte man in den Hafen fahren. Die Einschiffung verlief speditiv und wir konnten auch gleich die Kabine beziehen. Im Self-Service-Restaurant assen wir noch eine Kleinigkeit und genossen den Blick auf das nächtliche Korsika während der Ausfahrt aus dem Golf von Ajaccio.

















