Montemaggiore
Montemaggiore (korsisch Montemaiò) ist ein kleines, charaktervolles Dorf in der Gemeinde Montegrossu im Nordwesten Korsikas. Es liegt eindrucksvoll auf einem felsigen Hügel in rund 381 Metern Höhe und blickt weit über die Ebene von Calenzana. Durch seine erhöhte Lage hatte Montemaggiore schon früh eine strategische Bedeutung und bot zugleich Schutz und Weitblick.
Bereits im 16. Jahrhundert wurde das Dorf als wohlhabend und gut besiedelt beschrieben. Der damalige Bischof von Nebbio, Agostino Giustiniani, erwähnte Montemaggiore als einen reichen Ort innerhalb der damaligen Pieve. Diese historische Bedeutung ist bis heute im gewachsenen Ortsbild spürbar.
Montemaggiore ist über die Strasse D151 erreichbar, die Calenzana mit Ile-Rousse verbindet und über den Col de Salvi führt. Eine weitere Zufahrt besteht über die D451 von Calvi aus. Unterhalb des Dorfes liegen die Reste des verlassenen Weilers San Polo.
Im Zentrum stehen die Pfarrkirche Saint-Augustin, das Kriegerdenkmal sowie das Rathaus der Gemeinde Montegrossu. Jedes Jahr beleben die Foire de l’Olivier und das Fest zu Ehren der heiligen Maria am 15. August den Dorfplatz und machen Montemaggiore zu einem lebendigen Treffpunkt von Tradition, Geschichte und Gemeinschaft.



