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Bootsausflug zu den Iles Sanguinaires ab Ajaccio

Die Sanguinaires-Inseln (Iles Sanguinaires) begrenzen den Golf von Ajaccio im Norden. Sie sind ein beliebtes Ausflugsziel von Booten ab Ajaccio oder Porticcio. Auf der schönen Küstenstrasse D111 gelangt man – vorbei an vielen schönen Stränden – zur Pointe de la Parata mit dem schönen Genueserturm. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Inseln. Wer mit dem Kreuzfahrtschiff nach Ajaccio kommt, kann die Pointe de la Parata gut mit dem Bus (Linie 5) ab Ajaccio erreichen.

Vor allem bei Sonnenuntergang ist es bei den Iles Sanguinaires wunderschön.

Grande Sanguinaire

Bootsfahrt zu den Sanguinaire-Inseln

Wer auf die Sanguinaire-Inseln möchte, muss dies mit einem Boot machen. Diese verkehren ab Ajaccio oder Porticcio und es gibt eine grosse Auswahl an Anbietern. Am Hafen steht ein Stand am anderen. Wir haben uns für die Nave Va entschieden. Das Boot verliess den Hafen Tino Rossi und folgte entlang der Nordküste des Golfs von Ajaccio. Hin und wieder gab es Infos zu den Sehenswürdigkeiten. Man sieht die Zitadelle, die Kathedrale, die Chapelle des Grèques, den Friedhof und das Grundstück des bekannten korsischen Sängers Tino Rossi. Schliesslich fährt man am Genueserturm Tour de la Parata vorbei, der malerisch auf einem Hügel thront.

Nach einer knappen Stunde legt das Boot am Steg der Grande Sanguinaire (Mezu Mare), der Hauptinsel, an. Auf dieser Insel hat man eine Stunde Zeit. Man kann den Leuchtturm und den Sémaphore besuchen. Von beiden Orten aus hat man einen herrlichen Blick über den ganzen Golf von Ajaccio. Blickt man der Küste Richtung Norden entlang, sieht man bis zum Capu Rossu, welches den Golf von Porto begrenzt. Sehr gut zu sehen ist auch die Paglia Orba und das Capu Tafunatu gleich rechts daneben. Folgt man der Bergkette nach rechts, erblickt man auch Korsikas höchsten Berg, den Monte Cinto (2706 m).

Bei unserem Besuch der Iles Sanguinaires habe ich mich bis zum kleinen quadratischen Turms, dem Tour de Castellucio, durchgeschlagen. Dorthin führt kein Weg und man muss sich durch das Buschwerk kämpfen. Zerkratzte Beine garantiert. Dieser Turm liegt im äussersten Westen der grossen Insel.

Auf dem Rückweg fuhr das Boot dann deutlich schneller und weiter weg von der Küste. Leider sahen wir keine Delfine, obschon diese hier immer wieder zu sehen sind. Das Boot fuhr nach Porticcio, wo einige Leute ausstiegen. Danach ging es zurück nach Ajaccio.

Tipps für die Bootsfahrt

  • Je nach Seegang kann man vorne im Boot nass werden. Daher soll man gut auf seine technischen Geräte aufpassen.
  • In der Hochsaison oder an Tagen, an denen ein Kreuzfahrtschiff in Ajaccio liegt, ist eine frühzeitige Buchung lohnenswert.

Die Iles Sanguinaires

Der Sanguinaires-Archipel (korsisch: Ìsuli Sanguinarii) liegt am Eingang des Golfs von Ajaccio, vor der Westküste Korsikas. Er besteht aus vier kleinen Inseln aus dunklem Porphyrgestein: Mezu Mare (auch Grande Sanguinaire genannt), Isolotto, Cala d’Alga und Porri. Hinzu kommt der kahle Felsen U Sbiru. Die Hauptinsel Mezu Mare erhebt sich bis zu 80 Meter über dem Meeresspiegel und ist Standort des Leuchtturms.

Ursprung des Namens

Die Herkunft des Namens „Sanguinaires“ ist nicht eindeutig geklärt. Eine gängige Erklärung bezieht sich auf das intensive rötliche Licht, das bei Sonnenuntergang auf die Felsen fällt. Auch die rote Färbung bestimmter Pflanzen wie Frankenia laevis oder Schneeglöckchen im Herbst könnte namensgebend gewesen sein. Andere Hypothesen führen den Namen auf alte Bezeichnungen wie „Sagonares insulae“ oder „Sagonnaires“ zurück – vermutlich in Anlehnung an den nahegelegenen Golf von Sagone oder das Bistum Sagone. Historische Karten aus dem 16. Jahrhundert bestätigen diese Varianten.

Historische Bauwerke und Nutzung

Die Îles Sanguinaires waren über Jahrhunderte hinweg strategisch und gesundheitlich bedeutsam. Bereits im 16. Jahrhundert wurde auf der Pointe de la Parata, einer Halbinsel gegenüber der Inselgruppe, ein genuesischer Wachturm (Tour de la Parata) errichtet. Ein baugleicher Turm stand auf der Grande Sanguinaire, wurde jedoch leider im 19. Jahrhundert zugunsten des Leuchtturms abgerissen. Weitere Verteidigungsbauten wie der Torretta piccola, heute Torra di Castelluchju genannt, befinden sich am südlichen Ende der Hauptinsel.

Im Jahr 1806 entstand auf Mezu Mare ein Lazarett für Korallenfischer, die nach ihrer Rückkehr aus Afrika dort unter Quarantäne gestellt wurden. 1847 wurde es auf das Festland nach Aspretto verlegt. Ein Semaphor – ein optischer Signalposten – wurde 1865 auf Mezu Mare errichtet und bis 1955 betrieben.

Der heutige Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1870 und steht auf dem höchsten Punkt der Grande Sanguinaire. Er wurde 1985 automatisiert und war einst Inspirationsquelle für Alphonse Daudets Erzählung Le phare des Sanguinaires.

Geografie und Natur

Die Inselgruppe liegt in unmittelbarer Sichtweite zur Halbinsel Pointe de la Parata und ist für ihre landschaftliche Schönheit bekannt. Die Insel Porri („Lauchinsel“), Isolotto („Kormoraninsel“), Cala d’Alga und Mezu Mare zeichnen sich durch felsige Küsten, karges Buschwerk und eine reiche Vogelwelt aus. Die Natur ist empfindlich und steht unter Schutz.

Schutz und Erhaltung

1959 war geplant, die Inseln touristisch zu erschließen – inklusive einer Seilbahnverbindung zur Hauptinsel. Dieses Vorhaben wurde jedoch nie realisiert. Stattdessen kaufte der Departementsrat von Corse-du-Sud das Gebiet, um es zu erhalten. Die Region wurde in das Netzwerk „Grand Site de France“ aufgenommen. Dieses Label steht für nachhaltige Entwicklung, Schutz und touristische Aufwertung bedeutender Landschaften. Seit 2017 trägt die Pointe de la Parata offiziell dieses Prädikat.

Bilder des Bootsausflug zu den Iles Sanguinaires

Ausfahrt aus dem Hafen von Ajaccio
Ajaccio
Ajaccio
Tour de la Parata
Tour de la Parata
Leuchtturm auf der Ile Sanguinaire
Das Ausflugsboot legt auf der grossen Sanguinaire-Insel an.
Grande Sanguinaire
Grande Sanguinaire
Grande Sanguinaire
Sémaphore de Mezzu Mare
Tour de Castellucio
Sémaphore und Leuchtturm
Tour de Castellucio
Tour de Castellucio
Leuchtturm auf der Ile Sanguinaire
Bootsausflug Iles Sanguinaires
Leuchtturm auf der Ile Sanguinaire
Bootsausflug Iles Sanguinaires
Ajaccio mit dem Monte d'Oro im Hintergrund
Zwischenstopp in Porticcio
Ausflugsboot zu den Iles Sanguinaires: Nave Va
Tour de Capitello mit der Paglia Orba im Hintergrund
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