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Sommerferien 2024 auf Korsika

Vom 10. Juli bis am 1. August verbringen wir unsere Sommerferien auf Korsika. Für mich ist es die 94. Korsika-Reise.

Unsere Sommerferien 2024 auf Korsika

Wir nahmen am Dienstag, 9. Juli die Nachtfähre in Savona und erreichten Bastia am kommenden Morgen.

Die Stationen unserer Reise:

 

Am 1. August nehmen wir die Nachtfähre von Bastia nach Savona.

Dienstag, 9. Juli

Wir fuhren um 10 Uhr morgens ab und erreichten Savona ohne einen einzigen Stau viel zu früh. Die Fähre fuhr erst um 23 Uhr und wir waren bereits um 17 Uhr im Hafen. Wir assen im Hafenrestaurant eine Pizza, welche erstaunlich gut war. Aus der Fähre, der Mega Victoria, heraus kamen nur wenige Fahrzeuge und so ging es schon bald los mit dem Boarding. Mit unserem Wohnwagen gehörten wir zu den letzten, welche auf die Fähre konnten. Dafür hatten wir viel Platz und standen gleich neben einem Ausgang. Wir bezogen die Kabine, gingen noch an Deck um dem Auslaufen zuzuschauen und dann ging es ab ins Bett.

 

Die Strasse über den San Bernardino ist wieder befahrbar. Zwar aktuell nur einspurig, aber da weiter oben die Strasse auch nur einspurig befahrbar ist, spielt das überhaupt keine Rolle.

Mittwoch, 10. Juli

Heute hiess es früh aufstehen! Der Wecker riss uns schon um 4.45 Uhr aus dem Schlaf. Die Kabine mussten wir um 5.15 Uhr verlassen, eine Stunde vor Ankunft in Bastia. Wir gingen in eine Bar, wo wir uns mit Kaffee fit machten. Vom Deck aus beobachteten wir den Sonnenaufgang. Schnell konnten wir die Fähre verlassen und fuhren nach Calvi. Wir checkten auf dem Camping Bella Vista ein, von denen wir freundlicherweise eingeladen wurden. Wir richteten uns ein gingen danach gleich in den Pool. Am Nachmittag musste ich eine Siesta machen. Am Abend fuhren wir zum Feriendorf zum Störrischen Esel, Freunde von uns eine Woche Urlaub machen. Sie sind zum ersten mal auf Korsika. Wir holten sie ab und fuhren nach Calvi, wo wir erst im Hafen einen Apéro nahmen und danach Essen gingen. Nach dem Essen suchten wir eine Bar, in der wir den Halbfinal zwischen den Niederlanden und England schauen konnten. Wir schafften es gerade noch, in den Campingplatz zu fahren, der die Schranke ab 23 Uhr nicht mehr öffnet.

Donnerstag, 11. Juli

Heute geht es mit Luana, meiner jüngeren Tochter auf den GR20. Wir werden am Nachmittag von Gloria nach Haut-Asco gefahren, wo wir übernachten. Wir fanden einen schönen Platz für unser Zelt und kochten dann in der Refuge de Stagnu unsere ersten Nudel-Portionen. Dann hiess es früh ins Bett gehen, denn am nächsten Morgen hatten wir vor, um 5 Uhr aufzustehen.

Freitag, 12. Juli

Wir schafften es tatsächlich, um 5 Uhr aufzustehen. Schon eine Stunde vorher herrschte um uns herum emsiges Treiben. Viele wollten sehr früh aufbrechen, denn sie hatten, wenn sie nach Süden wanderten, wie die meisten Leute, eine sehr strenge Etappe vor sich.  Wir aber wollten nach Norden wandern und gönnten uns daher das Stündchen.

Wir packten, räumten das Zelt zusammen und gingen ins Refuge, wo ich meinen Kaffee kochte. Nach dem Frühstück hiess es Schuhe schnüren und auf gings. Der Weg führt die ersten drei Stunden steil bergauf zur Bocca di Stagnu (2003 m). Der Aufstieg klappte sehr gut und wir kamen planmässig auf dem Pass an. Weil es so gut lief, entschieden wir uns, den Abstecher auf die A Muvrella (2148 m) zu machen. Dies lohte sich aufgrund der herrlichen Aussicht bis hinunter nach Calvi sehr. Wir genossen auf dem Pass ein frühes Mittagessen. Danach ging es weiter erst ein Stück bergab und dann wieder aufwärts auf die Bocca Muvrella (1980 m). Dieses Stück war technisch recht anspruchsvoll mit einigen ausgesetzten Stellen und etwas Kraxelei. Luana meisterte das mit ihrem Rucksack super! Danach ging es nur noch bergab, lange bergab! Eine halbe Stunde nach dem Pass erreichten wir den Lac de Muvrella, wo wir eine Pause einlegten. Danach ging es weiter bergab. Wir waren plötzlich viel langsamer unterwegs, als eigentlich vorgesehen war. Der Weg war steil, steinig und lang. Das letzte Stück war für Luana und mich einfach nur noch eine Qual. Als wir endlich im Refuge de Carozzu ankamen, gönnten wir uns zuerst einen kühlen Eistee. Wir waren richtig erschöpft! Nach dem Aufbau des Zeltes ging es unter die Dusche. Diese war eiskalt, was uns aber richtig guttat. Wir kochten unsere Nudeln und spielten einige Runden Uno. Wir beschossen, dass wir unser gemeinsames Projekt abbrechen und am kommenden Morgen zum Forêt de Bonifato hinunterzuwandern.

Trotz all den Strapazen war es eine herrliche Tour. Die Landschaft und die Ausblicke sind grandios!

Samstag, 13. Juli

Da wir nicht auf die nächste Etappe sondern Richtig Tal wandern wollten, schliefen wir bis halb acht. Als wir aufstanden, war die Refuge wie verlassen. Wir packten gemütlich alles zusammen, frühstückten und wanderten los Richtung Forêt de Bonifato. Erst kurz vor dem Parkplatz hatten wir wieder Handy-Empfang und konnten so Gloria anrufen und sie bitten, uns abzuholen. Das tat sie dann freundlicherweise auch. Zurück auf dem Campingplatz assen wir etwas und gingen gleich in den Pool.

Sonntag, 14. Juli

Wieder einmal machten wir eine meiner Lieblings-Touren. Wir fuhren durch die westliche Balagne. Vom Calvi aus ging es vorbei am Flughafen und dann über Moncale nach Calenzana. Von dort fuhren wir über Zilia, Cassano und Lunghignano zur Ölmühle U Fragnu, wo wir uns reichlich mit Olivenöl eindeckten. Weiter ging es über Montemaggiore nach Cateri und dann nach Avapessa. Dort stockten wir unseren Vorrat an Olivenöl auf dem Camping U Pignottu weiter auf. Über Ile-Rousse ging es zurück nach Calvi. Ich fuhr am noch hoch zur Kapelle Notre Dame de la Serra, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf die Bucht von Calvi hat. Am Abend schauten wir auf dem Handy den EM-Finale,

Montag, 15. Juli

Nach dem Frühstück fuhr ich meine Mutter an den Strand von Calvi. Danach machte ich Film- und Fotoaufnahmen des Camping Bella Vista. Nach dem Mittag hatte ich ein Treffen mit dem Besitzer. Er erzählte vom Kauf des Platzes vor drei Jahren, von bereits umgesetzten und noch geplanten Projekten. Danach holte ich meine Mutter wieder vom Strand ab. Den Rest des Tages verbrachten wir – für mich ganz ungewohnt – am Pool und vor dem Wohnwagen. Morgen heisst es dann weiterreisen.

Dienstag, 16. Juli

Der Umzug nach Ghisonaccia stand an. Nach dem Frühstück räumten wir zusammen und hängten den Wohnwagen an. Wir fuhren in 2.5 h nach Ghisonaccia, wo wir um 13.30 Uhr ankamen. Es war unglaublich heiss und so richteten wir nur den Wohnwagen ein und beschlossen, das Zelt meiner Mutter erst am Abend aufzubauen. Wir gingen (W)einkaufen und verbrachten den Rest des Tages im Schatten unserer Markise und am Pool des Camping U Casone. Am Abend fuhren wir nach Ghisonaccia, wo wir im Restaurant U Monte Padre sehr gut und freundlich bedient assen.

Camping U Casone
Camping U Casone
Camping U Casone

Mittwoch, 17. Juli

Nach den Frühstück brachten wir meine Mutter an den Strand von Pinia. Sie geniesst es, stundenlang am Meer zu sitzen, zu lesen, zu baden und zu relaxen. Ich halte es keine Stunde aus. Wir fuhren weiter ins Museum der Immortelle, einer Macchia-Pflanze, aus der auf Korsika ätherisches Öl gewonnen wird. Es liegt direkt an der Strasse, die von Ghisonaccia Richtung Meer führt. Man erfährt hier Wissenswertes über die Pflanze, ihren Anbau und das Destillieren des Öls. Letzteres und Öle weiterer Pflanzen können getestet und gekauft werden. Danach fuhren wir an den Strand von Casabianda, den ich für die Webseite noch nicht beschrieben hatte. Eine zwei Kilometer lange Piste führt dorthin. Direkt hinter dem einsamen Strand liegen die Ruinen einer Ferienanlage, welche Ende der 90er-Jahre schloss. Am Nachmittag holten wir meine Mutter am Strand ab und verbrachten Zeit im Pool des Campingplatzes. Am Abend ging es ins Restaurant auf dem Campingplatz. Die Pizzen hier gehören zu den besten auf Korsika!

Donnerstag, 18. Juli

Eigentlich wollten wir unterhalb von Ghisoni im Hochseilgarten klettern gehen. Nach dem Frühstück fuhren wir los, brachten erst meine Mutter an den Strand zu Bekannten und erreichten den Kletterpark nach 40 Minuten. Allerdings ist der Hochseilgarten anders aufgebaut, als wir das in Erinnerung hatten. Man macht eine grosse Runde, welche etwa 2 Stunden dauert. Hierfür muss man einen Rucksack mit genügend Wasser mitnehmen. Das hatten wir leider nicht dabei und so beschlossen wir, nach Ghisoni zu fahren. Dort assen wir im Restaurant A Stazzona herrlich zu Mittag. Danach beschlossen wir, zum Skigebiet von Ghisoni zu fahren, wo ich im Februar 2023 einen Tag lang Ski gefahren bin. Den späteren Nachmittag verbrachten wir auf dem Campingplatz im Pool.

Freitag, 19. Juli

Heute holten wir das Klettern in Ghisoni nach. Dieses Mal waren wir korrekt ausgerüstet und früher unterwegs. Wir waren die ersten, welche die Instruktion bekamen und konnten so zügig losklettern. Wir benötigten für die Runde genau 2 Stunden. Der Kletterpark liegt direkt am Fium’Orbu-Fluss, wo man sich nach dem Klettern in schönen Badebecken abkühlen kann. Er ist sehr vielfältig angelegt und verfügt über zwei Schwierigkeitsstufen. Auch ein Seilbahn-Park ist vorhanden. Die längste Seilbahn ist 270 m lang. Nach dem Klettern assen wir im Restaurant A Vecchja Mulina direkt nebenan zu Mittag. Zum Fluss wollten wir nicht mehr. Wir fuhren zurück auf den Campingplatz, wo wir den Nachmittag im Pool und im Schatten der Bar verbrachten.

Samstag, 20. Juli

Wieder stand ein Umzug auf dem Programm. Wir verliessen den Camping U Casone und zogen weiter zum Camping U Ponte Grossu, wo wir von Toussaint, dem Patron, äusserst herzlich empfangen wurden. Er hatte uns eine schöne Parzelle reserviert, wo wir uns gemütlich einrichteten. Danach lud uns Toussaint zum Mittagessen ein. Am Nachmittag badeten wir im Fluss, der direkt am Campingplatz vorbeifliesst. Später nahm Toussaint Gloria und mich mit seinem Ford Raptor mit auf eine kleine Spritztour über Pisten, welche er selbst angelegt hat. Er zeigte uns die Vierge, welche er errichtete, eine verlassene Bergerie und seine neue Piste zur Vacca. Letztere ergibt eine Rundwanderung von 6 Kilometern ab dem Campingplatz. Er erzählte uns von letzthin umgesetzten und geplanten Projekten. Am Abend assen wir beim Wohnwagen und gingen uns nochmals im Fluss abkühlen.

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