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Golf von Porto

> Naturschutzreservat Scandola > Verlassenes Dorf Tassu
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Der Golf von Porto ist landschaftlich gesehen wohl das Schönste, was Korsika zu bieten hat. Nicht umsonst zählt das Gebiet seit 1983 zu den UNESCO-Weltnaturerben! Der felsige und steil abfallende Golf bietet zahlreiche kleine Sand- und Kiesbuchten. Zu den Highligts Korsikas gehört die Calanche, wo orangerote Felsen in bizzarren Formen in die Höhe ragen. Zahlreiche Wanderungen in Küstennähe sind möglich. Äusserst lohnenswert ist jene auf das Capu Rossu, wo ein Genuesenturm auf einer Höhe von über 300 m fast senkrecht über dem Meer thront. Angeboten werden Bootsausflüge zum Naturreservat von Scandola. Porto verfügt über eine hervorragende touristische Infrastruktur. Es gibt mehrere Campingplätze, viele Hotels und Restaurants und zwei kleine Supermärkte.

Hier kann man wunderbar einen ganzen Urlaub verbringen!

 

 


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Karte Golf von Porto

Karte Golf von Porto

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

Der Golf von Girolata

Korsika GirolataFährt man von Norden her zum Golf von Porto, überquert man auf der kurvenreichen aber grösstenteils gut ausgebauten D81 die Pässe Col de la Palmarella und Col de la Croix. Immer wieder blickt man hinunter zum Golf von Girolata. Das Dörfchen ist nur zu Fuss oder mit dem Schiff erreichbar. Vom Col de la Croix führt ein gut markierter Weg in etwas über 1.5 Stunden zum Dörfchen Girolata.

 

In der Saison sollte man die Mittagszeit meiden, denn dann fallen die Ausflugsboote von Porto, Calvi und Ajaccio über den Ort her und die mitreisenden Touristen überschwemmen den Strand und die Restaurants. Am Nachmittag kehrt dann wieder Ruhe ein.

Oberhalb des Dorfes steht ein Genueserturm, der von einer Mauer mit Wehrgang umfasst wird (ähnlich wie in Campomoro). Leider ist die Anlage in Privatbesitz und bietet deshalb nur von aussen ein schönes Fotomotiv.

Porto

Korsika PortoPorto ist - wie es der Name schon sagt - der Hauptort des Golfes und liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses, in dem man schöne Badestellen findet.

Sieht man einmal von der sensationell schönen Lage ab, ist Porto eigentlich kein schöner Ort. Er ist zweigeteilt. Im hinteren Teil befinden sich zwei Supermärkte und drei Campingplätze. Auch Hotels fehlen nicht. Eine über einen Kilometer lange Stichstrasse verbindet den hinteren mit dem vorderen Teil. Unten am Meer reiht sich ein Hotel und ein Restaurant ans nächste. Überragt wird alles vom Genuesenturm, der auf dem roten Felsen ruht. Einen alten Dorfkern gibt es nicht und so bleibt der Turm der einzige Zeuge aus vergangener Zeit. Porto war einst der Hafen von Ota, einem kleinen Ort hinten im Gebirge, hat diesem aber in der Zwischenzeit an Bedeutung längst den Rang abgelaufen.

Korsika Porto StrandDer Kiesstrand von Porto ist in der Saison bewacht. Das hat auch seinen Grund: Die Wassertiefe nimmt schnell zu und bei entsprechendem Wind gibt es auch schnell eine rechte Brandung. Wird die rote Flagge gehisst, so ist das Baden verboten! Familienfreundlichere Strände gibt es auf der Nord- und auf der Südseite des Golfes (siehe dort).

Am Südende des Strandes findet man schöne Kletterfelsen. An Schwierigkeitsgraden ist hier von 3 - 7+ alles zu haben. Nach jeder Route kann man sich im Meer abkühlen. Hinter dem Strand ist das wilde Campieren unter den Eukalyptusbäumen schon seit vielen Jahren verboten. Es wird regelmässig kontrolliert! Dafür findet man auf dem Camping Municipal schattige Stellplätze.

Im Hafen gibt es mehrere Tauchschulen. Hier laufen auch die Ausflugsboote zu Rundfahrten im Golf und ins Naturreservat von Scandola aus.

Korsika genuesischer Turm PortoDer genuesische Turm hat - und das ist eine Besonderheit - einen viereckigen Grundriss. Daher wurde er fälschlicherweise meist der pisanischen Zeit zugeordnet. In der Tat wurde er aber 1551 errichtet. Der Turm kann besichtigt werden. Im Inneren gibt es eine Ausstellung über die Torregiana, der Befestigung der Küste zur Zeit der Genuesen. Die Sicht von der Aussichtsplattform hinunter aufs Dorf, auf den Strand und über den Golf ist sehr lohnenswert, vor allem kurz vor Sonnenuntergang. Geöffnet hat der Turm von April bis Ende September von 11 - 19 Uhr, Juli/August von 9 - 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 2.50 €, in Kombination mit dem Aquarium 6.50 €.

Im Preis inbegriffen ist auch der Besuch des kleinen Museums (Musée de la Bruyère) unterhalb des Turms. Es zeigt in einem kleinen Raum, wie man aus dem äusserst harten Wurzelholz der Baumheide (kors. A Scopa) unter anderem Pfeifenköpfe herstellte.

Das Aquarium de la Poudière zeigt in einem Dutzend Becken viele Bewohner des Mittelmeers. Darunter sind Muränen, Katzenhaie, Langusten, Hummer, Seespinnen, Heuschreckenkrebse, Barsche und eine weitere Reihe an Fischigem. Die Korsika PortoHinweisetafeln sind leider etwas ungünstig angebracht. Das Aquarium hat angeblich das ganze Jahr über geöffnet, wir fanden es im März aber auch schon verschlossen vor. Eintritt: 5.50 €, in Kombination mit dem genuesischen Turm 6.50 €.

Wir haben schon in vielen Restaurants von Porto gegessen, mussten aber leider feststellen, dass die gebotene Qualität den hohen Preis niemals rechtfertigt. Auch der Service liess meist zu wünschen übrig und in der Hochsaison bekommt man vorne am Hafen häufig keinen Platz mehr. Alle wollen mit Blick auf die untergehende Sonne essen. Am besten gefiel es uns noch im Restaurant La Rivière, die ein ordentliches Menu für 19.90 € anboten. In den Restaurants von Porto hat es sich eingebürgert, dass nur Flaschenweine zu haben sind. Nur selten findet man offenen Wein im Pichet.

 

Nördlicher Teil des Golfes

Fährt man von Porto aus auf der D81 Richtung Calvi, so hat man von der Strasse aus einen schönen Blick hinunter auf Porto und den Strand. Nach 5 km führt eine Strasse (D724) in 1.5 km zum Strand von Bussaglia. Vorher durchquert man eine herrliche Engstelle, von wo aus man den ganzen Strand sehen kann.

 

Korsika Strand BussagliaDer sehr schöne Kiesstrand von Bussaglia wird auf beiden Seiten eingeschlossen von steilen Felsen. Im Süden gibt es Kletterfelsen. Auch eine kleine Höhle ist vorhanden. Sehr schön mischen sich hier rote Granitfelsen mit grünem Gestein. Der Blick auf das Capu d'Ortu, den Hausberg von Porto, ist beeindruckend. In der Saison hat ein Strandlokal geöffnet und es werden Pedalos, Kajaks und Surfbretter vermietet.

 

Wieder zurück auf der D81 erreicht man nach 8 kurvenreichen Kilometern das Dorf Partinello. Dort führt die D324 in knapp 3 km zur Bucht von Caspiu hinunter. Von den drei Stränden an der Nordseite des Golfes gefällt uns dieser am wenigsten. Der Sand- und Kiesstrand ist zwar kinderfreundlicher als jener von Porto oder Bussaglia, es liegt aber viel Seegras herum und so macht die Bucht einen eher ungepflegten Eindruck. Trotzdem sorgen zwei Lokale in der Saison für das leibliche Wohl.

 

Korsika Gratelle StrandDie letzte Bademöglichkeit findet man unterhalb von Osani. Von Partinello aus sind es weitere 8 km, dann zweigt die D424 links ab, durchquert Osani und erreicht nach 5 km den Strand von Gratelle. Dies ist sicher der kinderfreundlichste Strand an der Nordseite des Golfes. Im Sand liegen schöne, verschiedenfarbige und abgeschliffene Steine. Der Blick auf den Golf von Porto ist herrlich! Das Wasser wird hier weniger schnell tief und aufgrund der Ausrichtung nach Südosten sind hier die Wellen in der Regel weniger hoch als an den anderen Stränden. Ein Strandlokal ist vorhanden. Etwa 500 m hinter dem Strand liegt der Camping E Gratelle, der von Juni bis September geöffnet hat. Da er am Hang liegt, sind die Stellplätze eher für kleine Zelte ideal.

 

Zurück auf der D81 erreicht man oberhalb von Osani den Col de la Croix (Bocca a Croce). Dieser ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen entweder hinunter zum autofreien Girolata oder aber in die Höhe zur Punta Castellacciu. Nach Girolata benötigt man 1.5 h. Der Weg ist gut ausgetreten und nicht zu verfehlen. In der Mittagszeit ist das Dorf Girolata mit seinem Genuesenturm aber hoffnungslos überlaufen, denn zahlreiche Ausflugsboote bringen die Touristen hierher zum Mittagessen.

 

Korsika Golf von Porto Punta CastellacciuRuhiger und eindrucksvoller ist die Wanderung hoch zur Punta Castellacciu (585 m) und eventuell weiter auf den Monte Senino (618 m). Auf dem Gipfel sind noch Überreste einer prähistorischen Siedlung vorhanden. Die Aussicht auf den Golf von Porto und auf den Golf von Girolata ist überwältigend! Die Wanderung ist im zweiten Teil sehr steil und für Kinder nicht geeignet. Die Beschreibung findet man im Wanderteil dieser Webseite.

 

Das Naturreservat Scandola kann nur mit dem Boot besucht werden. Dies geschieht entweder von Calvi aus oder aber von Porto. Der Ausflug ist nicht billig, lohnt sich aber auf jeden Fall. Die Halbinsel wurde schon 1975 unter besonderen Schutz gestellt. Hier nisten die letzten Fischadlerpaare. Die Mönchsrobben, die nebst hier auch in der Grotte des Veaux Marins bei Calvi lebten, sind verschwunden.

Unter dem Meeresspiegel soll die Fauna besonders artenreich sein. Deshalb verfügen einige Ausflugsboote über einen Glasboden, allerdings erkennt man während der Fahrt nicht allzu viel.

 

Die D81 führt über den Col de Palmarella hinunter nach Galéria (siehe dort).

Südlicher Teil des Golfes

Korsika CalancheDie Strecke zwischen Porto und Piana und von Piana Richtung Capu Rossu gehört zu den schönsten auf Korsika!

Von Porto aus fährt man auf der D81 Richtung Piana. 600 m nach der Brücke in Porto zweigt rechterhand eine Strasse zum Strand von Porto ab. Auf den kommenden Kilometern nach Piana hat man immer wieder herrliche Ausblicke auf Porto. Unterwegs kommt man an einem schönen Brunnen vorbei, wo Leute oft ihre Wasserflaschen auffüllen. Die Strasse steigt stetig an und führt auch über zwei enge Spitzkehren.

Kurz bevor man die Calanche erreicht hat (7 km ab der Brücke in Porto), parkt man das Auto in einer starken Linkskurve. Ein Fels, der die Form eines Hundekopfes (Tête du Chien) hat, markiert den Startpunkt einer sehr lohnenswerten Wanderung zum Château. In der Saison strömen Korsika Calanchedie Massen regelrecht zum schönen Ausichtspunkt, benötigt man doch hin und zurück nur gerade 40 Minuten. Ein Spaziergang ist es aber dennoch nicht und für Flipflops ist der Weg wirklich nicht geeignet! Vom Aussichtspunkt hat man einen tollen Blick auf den Golf von Porto. Beim Château handelt es sich um den vorgelagerten Felsblock. Hier sind Bohrhaken für Sportkletterer angebracht. Die Routen scheinen uns aber schwierig zu sein.

 

Schliesslich führt die D81 durch die Calanche. Die Schönheit dieses Gebietes ist kaum in Worte zu fassen. Man würde mit Superlativen nur so um sich schmeissen. Roten, vom Wind und Wetter zerfressene Granitfelsen ragen in den Himmel und haben alle möglichen von Formen. Der Kontrast zur grünen Macchia und dem tiefblauen Merer ist unglaublich schön. Fotomotive gibt es hier zuhauf. Es ist ratsam, den fahrbaren Untersatz vor der Calanche, zwischendrin oder danach abzustellen und die Landschaft zu Fuss zu erkunden. Der Strassenabschnitt durch die Calanche ist nur 1.5 km lang. Bei den Rochers Bleues (warum die blau sein sollen, leuchtet mir nicht ein), gibt es einen Snack, wo man auch Souvenirs kaufen kann.

Korsika Calanche HerzDas beliebteste Fotomotiv ist das Loch in Herzform, welches bei Sonnenuntergang nicht nur Verliebte anlockt. Auch Reisebusse machen hier kurz Halt. Den Felsen mit dem Herz erblickt man auf dem geraden Stück nachdem die Strasse zwischen den Felsen hindurch geführt hat auf der rechten Seite. Darunter rauscht der Dardo-Bach, sofern er noch nicht ausgetrocknet ist.

Die Mühle etwas weiter Richtung Piana ist in Privatbesitz. Einst wurden hier noch Getränke serviert. Bei der Mühle wurde eine kleine Staumauer errichtet. Dort wird der Dardo gelegentlich zu einem kleinen See aufgestaut. Von der Strassenbrücke kann man zum Bach hinuntersteigen und dort, solange noch Wasser fliesst, ein Bad nehmen.

Der Dardo ist bei Canyoning-Fans sehr beliebt. Wer die entsprechende Ausrüstung und das Know-How hat, kann dem Fluss bis hinunter zum Meer folgen, sich dort von einem Boot abholen und nach Porto fahren lassen. Mehr Infos dazu gibts hier.

Eine weitere Wanderung beginnt beim Fussballplatz kurz vor Piana. Der Weg überquert gleich hinter dem Spielfeld den Dardobach und teilt sich danach. Rechts führt er in 2.5 h zum Capu d'Orto (1294 m) mit unglaublichem Panorama, links geht man auf dem ehemaligen Maultierpfad Piana - Ota hoch oberhalb der Strasse durch die Calanche. Die Aussicht ist einmalig! Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert. Der Rückweg führt dann entlang der Strasse. Für die kleine Rundwanderung benötigt man 1.5 h.

 

Korsika PianaPiana soll, so behauptet es zumindest ein Schild am Ortseingang, zu den schönsten Dörfern ganz Frankreichs gehören. Dies ist vielleicht etwas übertrieben, die Lage aber ist einmalig. Zudem geht es in Piana viel ruhiger zu und her als in Porto, zudem isst man hier deutlich besser. Zum Übernachten bevorzugen wir das Hotel Scandola. Von jedem seiner Zimmer aus hat man eine wunderbare Aussicht über den Golf bis zum Monte Senino auf der anderen Seite. Zum Essen hat man die Wahl zwischen dem La Voûte oder dem Le Casanova. Beide haben uns schon mehrfach überzeugt.

Nach dem Essen schlendert man durch die Gassen und bestaunt den schön beleuchteten Kirchturm.

 

Oberhalb von Piana liegt ein wunderbarer Aussichtspunkt, den man bequem per Auto erreicht: Vis-à-vis des Hotels Scandola führt eine Strasse zum Belvédère de Saliccio, auf dem eine grosse Antenne aufragt. Von dort aus geniesst man eine wunderbare Aussicht auf den ganzen Golf von Porto.

 

Korsika Strand Ficajola BuchtVon Piana aus führt die D824, eine schöne Panoramastrasse, zu weiteren Stränden. Kaum hat man den Weiler Vistale durchquert, zweigt rechts die sehr schmale und äusserst kurvenreiche D624 zur Ficajola-Bucht ab. Diese endet nach 4 km an einem grossen Parkplatz, der im Sommer meist völlig überlaufen ist. Zu Fuss benötigt man von hier aus nur 5 Minuten bis zur herrlichen, auf beiden Seiten von hohen und von Macchia überwucherten Felsen eingeschlossenen Bucht. Der Strand ist teils kiesig, teils sandig, das Wasser glasklar. Einige winzige Steinhütten stehen herum. Ein Bächlein findet den Weg das Tal hinunter bis zum Strand, versandet dort aber. In dieser Bucht könnte man einen schönen Piratenfilm drehen. Der Schatz wäre dann sicherlich in einer der beiden Grotten im hinteren Teil des Strandes versteckt. Leider aber riecht es dort nicht nach Reichtum, sondern nach menschlicher Notdurft... Schnorchler finden auf beiden Seiten der Bucht schöne Felsen.

 

Korsika Golf von Porto mit SchneebergenDie D824 führt weiter westwärts, immer hoch über dem Meer. Der Blick auf den Golf von Porto ist einmalig, vor allem im Frühjahr, wenn die Zweitausender im Hintergund noch schneebedeckt sind.

An einem Punkt an der Strasse (3.2 km nach dem Ficajola-Abzweig) wo das Panorama besonders schön ist, findet man eine informative Tafel, die die Namen der verschiedenen Gipfel, Dörfer und Buchten verrät.

 

Zwei Kilometer später befindet sich auf der rechten Seite ein Parkplatz mit einer Snackbude. Hier beginnt die Wanderung zum Genueserturm auf dem Capu Rossu, welches den Golf von Porto im Süden begrenzt. Diese Wanderung gehört zu den schönsten Korsikas und sollte nicht Korsika Capu Rossuverpasst werden. Den Turm auf der 331 m hohen, steil abfallenden Halbinsel kann man über die Aussentreppe betreten und so gelangt man über eine weitere Treppe im Innern auf die Aussichtsplattform. Vom Parkplatz aus führt der gut markierte Weg erst hinunter auf den Sattel und danach in einem Bogen von Süden her hinauf. Von Osten her führt ein weiterer, viel steilerer und felsiger Weg direkt hoch. Hin und zurück benötigt man 3.5 h. Achtung, kein Schatten, daher morgens oder am späten Nachmittag aufbrechen.

 

Folgt man der Strasse weiter, erreicht man den Strand von Arone, der zwischen dem Golf von Porto und dem Golf von Sagone liegt. Die Bucht ist wunderschön und verfügt über einen breiten, familienfreundlichen Sandstrand. Der Campingplatz von Arone ist sehr beliebt, hat man hier doch, 12 km von Piana und noch weiter von Porto entfernt, seine Ruhe. Hier wurden mit dem U-Boot Casabianda, dessen Turm bei der Place St-Nicolas in Bastia aufgestellt ist, am 6. Februar 1943 Waffen für die korsischen Widerstandkämpfer an Land gebracht.

 

Hinterland von Porto

Von Porto aus führen zwei Strassen das Tal hinauf. Auf der breiten D84 fährt man hoch über der Spelunca-Schlucht direkt nach Evisa. Spannender ist die schmale D124, die durch das Dorf Ota führt.

 

Ota klebt regelrecht am Abhang des Capu d'Ota und wird von einem Kugelfels bedroht, der jeden moment hinunterzudonnern droht. Ganz so dramatisch ist die Lage aber nicht. Der Legende nach haben die Dorfbewohner das Unheil gerade noch abwenden können. So soll einst der Teufel höchspersönlich eine Herde Schafe auf den Weiden hinter dem Capu d'Ota gehalten haben. Die Bewohner des Dorfes stahlen hin und wieder ein Tier aus der Herde. Da der Teufel nichts zu merken schien, nahmen die Diebstähle zu. Eines Tages beobachteten die Leute, wie der Teufel die Spitze des Berges zu bearbeiten begann. Er schlug eine Kugel aus dem Felsen und im Dorf befürchtete man, dass die Häuser mitsamt den Leuten darunter begraben würden. Sie fragten den Teufel, weshalb er das täte. Darauf meinte dieser: "Wenn ihr meine Schafe stehlt, dann soll euer Dorf zerstört werden." Daraufhin gaben die Leute Luzifer sämtliche Tiere zurück und dieser hörte mit dem Bearbeiten der Bergspitze auf. Noch heute aber errinnert sie die Leute an die schlechten Taten von damals.

 

Korsika Genuesenbrücke Ota PortoHinter Ota führt die D124 hinunter ins Tal und überquert dort dem Lonca-Bach und den Aitone. Nach dem Zusammenfluss heisst das Gewässer dann Porto. Etwas unterhalb der beiden Strassenbrücken überspannt eine Brücke aus genuesischer Zeit in einem schönen Bogen den Fluss. Wer baden möchte, folgt einem der beiden Bäche flussaufwärts oder badet gleich unter der genuesischen Brücke.

 

Durch die Speluncaschlucht (Aitone-Bach) führt ein Wanderweg, auf dem man in gut 1.5 km zu einer weiteren Genueserbrücke gelangt. Danach steigt der Weg steil an und führt bis nach Evisa. Wer es gemütlicher haben möchte und über zwei Autos verfügt, der parkt ein Auto unten bei den beiden Brücken, fährt mit dem anderen hoch nach Evisa (Ausgangspunkt ist der Friedhof im Westen) und wandert von dort hinunter.

 

Die Strasse steigt nachher wieder an und mündet in die D84, die nach Evisa führt. Marignana wird dabei umfahren. Immer wieder eröffnen sich spektakuläre Blicke in die Tiefe. Die eigentliche Schlucht, die man hier sieht, ist nicht die Spelunca-Schlucht, sondern jene von Tavulella, die weiter unten in die Spelunca mündet.

 

Korsika EvisaEvisa, schon auf 850 m gelegen, ist bekannt für seine Kastanien. Hier findet jedes Jahr im November ein Kastanienfest statt. Bei Wanderern ist Evisa sehr beliebt, denn einerseits ist Evisa Etappenort des Mare e Monti und andererseits endet - oder beginnt - hier der Mare a Mare Nord, der die Insel von Ost nach West durchquert. Dementsprechend gibt es hier auch mehrere einfache Hotels und, oberhalb des Dorfes, einen Campingplatz.

 

Von Evisa gehts weiter bis auf den höchsten Strassenpass Korsikas, den Col de Vergio. Man hat auch die Möglichkeit, auf der D70 über Cristinacce den Col de Sevi (1101 m) nach Vico und so ins Hinterland des Golfs von Sagone zu fahren.

 

Auf dem Weg zum Col de Vergio fährt man durch den Forêt d'Aitone, wo im Winter sogar ein Langlaufgebiet geöffnet hat! Auch im Hochsommer ist es im Laricio-Kiefer-Wald angenehm kühl. Noch kühler ist ein Bad in den Gumpen der "Piscines d'Aitone". Ein Schild verbietet zwar seit einigen Jahren das Baden, doch sind die Becken so bekannt, dass sich niemand darum kümmert.

 

Schliesslich erreicht man den Col de Vergio (1478 m), auf dem eine mächtige Christus-Statue steht. Im Osten liegt das Hochtal des Niolo (siehe dort). Etwas unterhalb des Passes verläuft der Fernwanderweg GR20, der hier den Mare a Mare kreuzt. Im Winter kann man auf dem Pass sogar Ski fahren. Ein Hotel befindet sich knapp 2 km unterhalb des Passes. Hier sieht man auch die Lifte der Station du Ski.

 

 

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