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Die Ostküste des Cap Corse

Cap Corse Ostküste
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Die Rundreise ums Cap Corse beginnt in Bastia. Entweder fährt man auf der D80 entlang der Küste nordwärts, oder aber man wählt die Corniche, die D31, welche über die Dörfer Ville-di-Pietrabugno und San Martino-di-Lota führt. Von dieser Strasse aus geniesst man eine herrliche Weitsicht auf die Küste und die Inseln Capraja, Elba und Monte Cristo (von Nord nach Süd). Bei Miomo erreicht man dann wieder die Küstenstrasse.

Variante Corniche

Von der Place St-Nicolas in Bastia aus fährt man auf der D81 Richtung St-Florent. Nach 4.5 km biegt man auf die D231 (Schild Cardo) und danach auf die D31 ab.

 

Wer nach der Cap-Rundreise nicht nach Bastia zurückkehrt, soll vorher noch auf die 960 m hohe Serra di Pigno, den Hausberg Bastias, fahren. Der Blick schweift über die Stadt, den Etang de Biguglia im Osten und nach St-Florent, das Nebbio und die Désert des Agriates sowie den Weinbergen von Patrimonio im Westen. Bei klarer Sicht sieht man am Horizont den toskanischen Archipel, die Inseln Capraja, Elba und Monte Cristo und ganz selten sogar das italienische und französische Festland. Über die schmale D338 ist die Serra di Pigno vom Col de Teghime aus bequem erreichbar. Wer die Rundreise wieder in Bastia beendet, kann sich die Serra di Pigno auch für den Schluss aufheben. Die Sicht ist allerdings früh am Morgen besser.

 

Am schönsten ist der Blick von San Martino-di-Lota. Die Hauptstrasse erreicht man wieder in Miomo. Allerdings verpasst man dann den am Kiesstrand stehenden Genueserturm. Wer diesen noch sehen möchte, parkt den fahrbaren Untersatz und geht entlang der Strasse südwärts.

Corniche Du Cap Corse
Corniche Du Cap Corse
Corniche Du Cap Corse
Corniche Du Cap Corse
Corniche Du Cap Corse
Serra Di Pigno
Serra Di Pigno
Corniche Du Cap CorseCorniche Du Cap CorseCorniche Du Cap CorseCorniche Du Cap CorseSerra Di PignoSerra Di Pigno

Variante Küstenstrasse

Von der Place St-Nicolas aus fährt man nordwärts, am Hafen vorbei und folgt den Schildern Richtung Cap Corse. Das Gebiet nördlich von Bastia ist recht zugebaut. Hier wohnen die besser Verdienenden. Oberhalb und unterhalb der Strasse stehen schöne Villen. Es ist ratsam, Bastia nicht mit fast leerem Tank zu verlassen, denn es gibt auf dem Cap Corse nicht viele Tankstellen. Auch genügend Bargeld sollte man dabeihaben! Im Nordteil des Caps gibt es nur einen Geldautomaten (in Macinaggio) und wenn der mal nicht funktioniert, hat man Pech.

 

Pietranera ist einer der Villenorte bei Bastia. Den Namen des Dorfes hat Prosper Mérimée in seiner Novelle Colomba als Handlungsort verwendet. Die Geschichte spielte aber nicht – wie fälschlicherweise auch geschrieben wird – hier nördlich von Bastia. In Pietranera gibt es einige Hotels, die sich als letzte Übernachtung vor der Heimreise anbieten.

 

In Miomo erblickt man bereits den ersten Genueserturm. Diese Türme sind rund um das Cap Corse in besonders grosser Dichte vorhanden sind. Der Genueserturm von Miomo steht am Nordende der kleinen Kiesbucht und ist von der Strasse aus schon ein gutes Fotomotiv.

Miomo

Nach Miomo durchfährt man die kleinen Orte Grigione und Lavasina, welche beide mit einer kleinen Kiesbucht aufwarten. In Lavasina findet jedes Jahr am 8. September eine Prozession zum Strand statt.

Kurz nach Lavasina erreicht man Erbalunga. Erbalunga ist eines der schönsten Dörfer an der Ostküste des Cap Corse.

 

» Mehr über Erbalunga

Erbalunga
Erbalunga
Erbalunga
Erbalunga
Erbalunga
Erbalunga

Hinter Erbalunga wird die Landschaft wilder und man lässt das Einflussgebiet Bastias endgültig hinter sich.

 

Nach wenigen Kilometern erreicht man Marine de Sisco.

 

Bei einem Blick auf die Landkarte Korsika fällt auf, dass entlang der Küste des Cap Corse mehrere Marines liegen: Marine de Sisco, Marine de Pietracorbara, Marine de Porticciolo, Marine de Meria und weitere. Der eigentliche Ort liegt im Hinterland. Die Marine diente früher als Hafenstützpunkt, während die Leute aus Furcht vor Überfällen das Landesinnere als Wohnsitz bevorzugten. So liegt die Marine de Sisco am Meer, Sisco selber rund 7 Kilometer weg vom Meer in den Hügeln des Cap Corse.

 

Wer das Cap nicht an einem einzigen Tag umrundet und etwas mehr Zeit hat, soll einmal das Sisco-Tal hochfahren. Von der Kirche San Martinu aus führt die schmale D32 nordwärts. Nach gut 500 m führt links eine Piste den Hang hinauf. Folgt man dieser zu Fuss, gelangt man zur kleinen romanischen Kapelle San Michele, die auf einem Felsen errichtet worden ist und von der aus man eine schöne Sicht aufs Sisco-Tal bis hinunter zum Meer hat. Die Kapelle wurde bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Sie ist leider verschlossen und kann nur von aussen betrachtet werden.

 

Marine de Sisco verfügt über einen kleinen Kiesstrand, der aber nicht zum Baden verführt.

 

Etwas nördlich von Sisco befindet sich oberhalb der Küstenstrasse ein ehemaliges Kloster. Es wurde in ein Wohnhaus umgewandelt, ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Strand Von Sisco

4 km nördlich von Marine de Sisco liegt Marine de Pietracorbara. Hier findet man eine schöne und feinsandige Badebucht. Eine herrliche Aussicht auf die Küste geniesst man vom markanten Hügel mit der Turmruine drauf. Etwas zurückversetzt liegt der schöne Camping La Pietra. Wer zur Abwechslung einmal ein Bad im Bach nehmen möchte, ist in Pietracorbara richtig. Fährt man auf der D232 5.5 km landeinwärts bis zum Weiler Selamace, fehlt nur noch ein Fussmarsch von 5 Minuten bis zu einer schmucken Badegumpe mit einer malerischen Genueserbrücke. Sehr empfehlenswert!

Marine De Pietracorbara
Marine De Pietracorbara
Marine De Pietracorbara
Marine De Pietracorbara
Marine De Pietracorbara
Marine De Pietracorbara
Genueserbrückebei Pietracorbara
Flussbadestelle Bei Pietracorbara

Zwischen Marine de Pietracorbara und dem Dörfchen Porticciolo steht unmittelbar oberhalb der Strasse der Genueserturm von L’Osse (Tour de l’Osse). Dieser ist perfekt erhalten geblieben! Es ist sogar möglich, ihn zu besteigen, aber wie in Erbalunga führt auch hier keine Aussentreppe hoch zum Eingang im ersten Stock, wie das bei anderen Genuesertürmen manchmal der Fall ist. Man ist gezwungen, an der Fassade hochzuklettern. Nicht ganz ungefährlich! Unterhalb der Strasse gehen Schnorchler gerne ihrem Hobby nach. Im Sommer 2002 brannte die Macchia um den Turm herum ab. Seither erkennt man die zahlreichen Terrassen aus aufgeschichteten Steinen gut. Diese zeugen von der einstigen intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Cap Corse. Solche angelegten Terrassen findet man rund ums Cap.

Tour De Losse

Porticciolo ist ein schmuckes Fischerdörfchen mit winzigem Hafen. Die Häuser sind schiefergedeckt und – wie in Centuri – pastellfarben angestrichen. Geht man durch die engen Gassen zum Hafen hinunter, entdeckt man darüber einen restaurierten, zur Ferienwohnung umgenutzten Genueserturm.

Marine De Porticciolo
Marine De Porticciolo
Marine De Porticciolo
Marine De Porticciolo

Nördlich von Porticciolo führt die Strasse gleich hinter einem Strand entlang, der aber in den letzten Jahren mit viel angeschwemmtem Seegras verschmutzt war.

 

In Santa Severa, auch Marine de Luri genannt, mit seinem kleinen Jachthafen, hat man die Möglichkeit, die Tour ums Cap Corse über Luri und den Col de Ste-Lucie (Santa Lucia) abzukürzen. Wer aber auch die Nordspitze erkunden möchte, bleibt auf der D80 Richtung Macinaggio. Weinliebhaber machen einen Halt bei der Domaine de Pieretti auf der rechten Seite am nördlichen Ortsausgang. Meiner Meinung nach gibt es hier den besten Rotwein des Cap Corse. Im Weiler Piazza, dem Hauptort der Gemeinde Luri, findet jedes Jahr am ersten Juliwochenende ein Weinfest statt. Dann hat man die Möglichkeit, die Weine von allen bekannten Produzenten Korsikas zu degustieren und natürlich zu kaufen. Abends gibt es Unterhaltung mit Musik.

 

Am Hafen von Santa Severa haben in der Saison zwei Restaurants geöffnet. Hier isst man ruhiger als im touristischen Macinaggio, welches einige Kilometer nördlich liegt.

 

Wer nicht mehr viel Benzin im Tank hat, soll hier noch für Nachschub sorgen, denn die nächste Tankstelle findet man erst an der Westküste des Cap Corse. Jene von Macinaggio wurde geschlossen.

Strand Von Santa Severa
Strand Von Santa Severa
Strand Von Santa Severa
Santa Severa

Marine de Meria ist der zweitletzte Ort an der Ostküste des Cap Corse. Wer die Cap-Tour abkürzen möchte, kann im Ort auf die D35 nach Morosaglia abbiegen. Die schmale und sehr kurvenreiche Strasse führt ein einsames Tal hinauf. Man fährt an mehreren stillgelegten Minen vorbei. Nach der Passhöhe bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf die nördliche Westküste des Cap Corse. Meria selbst liegt etwas oberhalb und ist über die D135 zu erreichen. Der Kiesstrand von Marine de Meria wird in der Saison vor allem von Einheimischen aufgesucht. Auf der nördlichen Seite der Bucht steht ein leider unschön restaurierter Genueserturm.

Strand Von Meria
Strand Von Meria
Strand Von Meria

Macinaggio ist der nördlichste Ort an der Ostküste des Cap Corse. Das Dorf besitzt den mit Abstand grössten Jachthafen, der rund 600 Booten Platz bietet. In der Saison ist Macinaggio ein belebter Ort mit mehreren Restaurants und Bars entlang der schönen Hafenpromenade.

 

Wer baden möchte, findet nördlich des Dorfes einen Strand. Lohnenswerter und vor allem etwas leerer ist der Strand von Tamarone, der rund einen Kilometer nördlicher liegt und über eine Piste erreichbar ist. Einen schönen Blick auf Macinaggio hat man von der Punta di a Coscia aus. Auf dieser nördlich gelegenen Landzunge stehen noch die Überreste einer Windmühle.

 

In Macinaggio startet – oder endet – der Sentier des Douaniers – der Zöllnerpfad, der die Nordspitze des Caps umrundet und bis Centuri führt.

 

Von Macinaggio aus startete Pasquale Paoli seinen Feldzug nach Capraja.

Macinaggio
Macinaggio
Macinaggio
Macinaggio
Macinaggio
Macinaggio
Cap Corse Küste Nördlich Von Macinaggio
Macinaggio
Macinaggio

Oberhalb von Macinaggio liegt das kleine Dorf Tomino.

 

In Macinaggio verlässt die D80 die Küste und führt über den Col St-Nicolas an die Westküste des Caps.

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