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Venachese – von Corte auf den Col de Vizzavona

Vivario
Vivario
Vivario
Venaco
Manganellotal
Fortin De Pasciolo
Eisenbahnviadukt Gustave Eiffel Vecchio
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Die T20 führt von Corte aus südwärts Richtung Ajaccio. Nach knapp 8 km liegt rechterhand das schöne Dörfchen Riventosa auf einer Krete. Bald darauf erreicht man den Col de Belle Granaje, hinter dem die Strasse hinunter nach Venaco führt.

Venaco

Venaco besteht aus mehreren Weilern und einem Hauptort, durch den auch die Nationalstrasse führt. Man findet hier einige kleine Geschäfte. Vor den Bars sitzen die Männer und schauen dem Verkehr zu, der sich etwas mühsam durch die enge Strasse zwängt. Jeweils Anfang Mai findet in Venaco das Käsefest statt (A Fiera di u Casgiu).

Am südlichen Ortsausgang führt die D43 hinunter zum Vecchio, wo man bei der Pont de Noceta eine wunderschöne Badestelle findet.

Pont de Noceta

4.5 km nach Venaco führt die T20 über den wasserreichen Vecchio-Fluss. Rechterhand erblickt man das 1892 fertiggestellte Eisenbahnviadukt von Gustave Eiffel (Ponte Vecchio), darunter steht noch die alte Strassenbrücke.

Unmittelbar vor der Brücke kann man links auf die alte Strasse abbiegen. Das lohnt sich, wenn man in den wunderschönen Gumpen des Vecchio ein Bad nehmen möchte. Man fährt über die alte Strassenbrücke und parkt das Fahrzeug dann unter der neuen Brücke. Beim Pfeiler führt ein Weg hinunter zum Bach. Hier gibt es mehr Infos zum Baden im Vecchio. Hier befindet sich auch der Ausstieg der Flusswanderung durch den Vecchio.

Ebenfalls noch vor der neuen Strassenbrücke führt die D723 rechts weg (etwas nach dem Abzweiger auf die alte Strasse). Folgt man dieser Strasse ein Stück, hat man eine gute Aussicht auf alle drei Brücken, einerseits die Ponte Vecchio und andererseits die Strassenbrücken. Folgt man der Strasse 5 km aufwärts, erreicht man bei der Brücke über den Verghellu eine schöne Picknickstelle. Es ist möglich, dem Fluss abwärts bis zur Ponte Vecchio zu folgen. Allerdings benötigt man für eine Abseilstelle die entsprechende Ausrüstung.  Es ist auch möglich, bereits nach 2.6 km im Quarceto einzusteigen. Dieser mündet dann in den Verghello.

 

Den Verghello kann man auch von unten her erkunden. Hierfür steigt man einfach von den Vecchio-Gumpen das Tal hoch.

Auf der T20 erreicht man schliesslich Vivario. Hier gibt es Lebensmittelgeschäfte, Bars und Restaurants sowie einige einfache Unterkünfte. Der Fernwanderweg Mare a Mare Nord durchquert Vivario. Einen sehr schönen Blick auf das Dorf hat man von der Haarnadelkurve am Ortsausgang.

 

Kurz nach Vivario erblickt man auf einem Hügel die Ruine des von den Franzosen 1770 errichteten Fortin de Pasciolo. Es wird in anderen Quellen den Genuesen zugeschrieben. Über eine Piste erreicht man das Fort problemlos zu Fuss. Der Blick hinunter ins Vecchiotal ist sehr schön.

Vivario
Vivario
Vivario
Fortin De Pasciolo
Fortin De Pasciolo

Manganellotal

Knapp 5 km nach Vivario zweigt rechterhand die D23 nach Canaglia ab. Der kleine Ort ist Ausgangspunkt für die Wanderung ins Manganellotal und auch für die lange, wasserreiche Vecchio-Tour, die bis zur Ponte Vecchio führt. In der Hochsaison sind die wenigen Parkplätze in Canaglia schnell besetzt. Es empfiehlt sich, das Auto irgendwo vor dem Ort an der schmalen Strasse abzustellen. Die leichte Wanderung beginnt auf dem kleinen Parkplatz im hinteren Teil des Orts. Man folgt einer sanft ansteigenden Piste durch Kiefern, erreicht schnell bei einer Brücke ein Gatter. Danach hält man sich rechts und folgt dem Fussweg. Nach einer guten Stunde erreicht man die Cascade de Meli und nach nochmals 15 Minuten die Pont de Tolla mit netten Badegumpen. Hier stösst der Weg auf den GR20, welchem man in nördlicher Richtung folgt (weiss-rote Markierung). Man kommt an der Bergerie de Tolla vorbei und wandert durch einen schönen Wald, bis man nach gut 45 Minuten eine tolle Kaskadenserie erreicht. Das Baden ist hier aber selbst im Hochsommer eine echte Überwindung, da das Wasser auf rund 1200 m Höhe sehr kühl ist. Auf dem gleichen Weg geht es zurück nach Canaglia.

Manganellotal
Manganellotal
Manganellotal
Manganellotal
Manganellotal

Der Camping Le Soleil beim Bahnhof von Tattone ist bei Wanderern ein beliebter Stützpunkt.

Hinter Tattone führt die T20 stetig aufwärts Richtung Vizzavona-Pass. Der kleine Ort Vizzavona selbst wird meist links (also eigentlich rechts) liegen gelassen. Früher war Vizzavona vor allem bei den Engländern ein äusserst beliebter Ort, lockten doch herrlich kühle Wälder zu ausgedehnten Spaziergängen. Heute bröckeln die herrschaftlichen Häuser vor sich hin. Dem Bahnhof (der höchstgelegene Korsikas) ist es zu verdanken, dass der Weiler noch nicht in Vergessenheit geraten ist, denn die Züge bringen in der Saison zahlreiche Wanderer hoch. Wer nur den halben GR20 erwandern möchte, beginnt oder beendet das Abenteuer hier. Zwei Restaurants buhlen um die Gunst der Kunden. Richtung Süden verschwinden die Züge im fast 4 km langen Tunnel.

Wer zu den Cascades des Anglais möchte und mit der Bahn angereist ist, folgt dem GR20 Richtung Refuge de l’Onda. Zum unteren Teil der bekannten Kaskaden benötigt man eine gute Stunde. Zurück auf der T20 erreicht man schnell den Col de Vizzavona.

Cascade des Anglais

Col de Vizzavona

Kommt man von Norden her, durchquert man erst den Weiler la Foce, wo es einige Restaurants gibt. Die eigentliche Passhöhe erreicht man erst 700 m weiter. Dort befindet sich auch ein grosser Parkplatz. Der Col de Vizzavona (la Foce, 1163 m) bildet die Grenze zwischen den Departementen Haute-Corse und Corse du Sud.

 

Etwas oberhalb des grossen Parkplatzes stehen die Überreste des französischen Forts, welches 1772 errichtet wurde. Zu den berühmten Cascades des Anglaises gelangt man entweder via Fort oder aber, gemütlicher, über die Piste, die beim Hochseilgarten-Empfang startet. Der Hochseilgarten übrigens ist sehr zu empfehlen, denn es ist unserer Meinung nach der Beste ganz Korsikas. Die Ateliers sind sehr abwechslungsreich und äusserst fantasievoll. Mitten im kühlen Wald unweit der Kaskaden klettert oder schwingt man sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen von Baum zu Baum, teils in Schwindel erregender Höhe! Das Abenteuer setzt keine Vorkenntnisse voraus! Die Einführung ist seriös und im Park selbst passen viele Betreuer auf und geben auch mal Tipps.

Cascades des Anglais

Der einfache Zustieg zu den Cascades des Anglais startet, wie bereits erwähnt, bei der Holzbaracke des Klettergartens (Schild „Cascades“). Der breite Weg führt durch den schattigen Wald immer leicht abwärts. Im unteren Teil kann man hoch oben den „Menschenaffen“ im Klettergurt zuschauen. Gleich darauf erreicht man eine kleine Brücke, die den Agnone überquert. Ab hier befindet man sich auf dem GR20. Man überquert die Brücke allerdings nicht, sondern folgt dem weiss-rot markierten Fernwanderweg in westlicher Richtung. Bereits hier unten findet man schöne Gumpen und viel Leute gehen auch gar nicht weiter. Es ist aber viel zu schade, nur hier unten zu verweilen. Man folgt dem GR20 während einer guten Stunde, bis man eine weitere Brücke erreicht. Hier startet auch die Canyoning-Tour. Wer ohne Abseilausrüstung unterwegs ist, kann dem Bach ebenfalls abwärts folgen, man muss einfach einige Stufen aussen umgehen. Bei unserer letzten Begehung war das Wasser bei der Brücke nur gerade 14°C warm und das Anfang August! Man kommt vorbei an schönen Wasserfällen und glasklaren Gumpen, wo einmal ein Sprung aus 8 m Höhe möglich ist. Je weiter runter man kommt, desto mehr Leute vergnügen sich am und im Wasser.

Hinter dem Vizzavona-Pass liegt das Gravona-Tal, durch das man bis nach Ajaccio an der Westküste gelangt.

Bilder des Venachese

Eisenbahnviadukt Gustave Eiffel Vecchio
Eisenbahnviadukt Gustave Eiffel Vecchio
Eisenbahnviadukt Gustave Eiffel Vecchio
Fortin de Pasciolo
Fortin de Pasciolo
Manganellotal
Manganellotal
Manganellotal
Manganellotal
Pont de Noceta
Vivario
Vivario
Chapelle Santa Maria Muracciole
Chapelle Santa Maria Muracciole
Chapelle Santa Maria Muracciole
Chapelle Santa Maria Muracciole
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