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Camping Villata

 

Camping Villata, Ste. Lucie de Porto Vecchio

Auf diesen Platz sind wir eher durch Zufall gestoßen: wir standen eigentlich auf dem Nachbarcamping "California" und sahen am dazugehörigen Strand mehrere Wohnmobile in den Dünen stehen. Auf unsere Frage, ob sie wild campten (so sah es nämlich aus), sagten sie uns, dieses Gelände gehöre zum Camping "Villata", der aber viel weiter hinten liege und nur duch einen großen Umweg zu erreichen sei. Das wollten wir ausprobieren, und es dauerte tatsächlich ziemlich lange, erst nach Pinarellu und von dort wieder einige Kilometer Richtung Porto Vecchio zurückzufahren und von der Abzweigung wieder ein kleines Sträßchen Richtung Meer runterzugurken. Aber es hat sich gelohnt.

 

 

Der Platz ist groß, schattig, gut ausgerüstet mit Laden und einer hübsch aussehenden Pizzeria (getestet haben wir sie allerdings nicht), und mündet an seinem Ende in ein merkwürdiges Brachland mit einigen halb verfallenen Holzbuden, das zwar für Camping geeignet wäre, aber offenbar nicht (mehr?) dafür genutzt wird; sieht alles recht verwahrlost aus. Wenn man sich davon aber nicht schrecken lässt und weiterfährt bis zum Étang und dann parallel zum Strand wieder Richtung Norden, gelangt man tatsächlich wieder in den "Ableger" in den Dünen direkt neben dem Strandzugang des Camping California. Dort darf aus unerfindlichen Gründen nicht gezeltet werden, dh. wenn man sich anmeldet und dabei angibt, in den Dünen stehen zu wollen, sollte man Bus- oder Womo-Camper sein. Eine benachbarte Familie musste ihr Zelt tatsächlich wieder abbauen, es wird also kontrolliert. Warum auch immer. Man muss auch genau angeben, auf welcher "Parzelle" man steht, was nicht ganz einfach ist, da die Nummern oft nur schwer zu finden und/oder einem bestimmten Platz klar zuzuordnen sind.

Die Sanitaires in den Dünen sind absolut "basic" (als wir da waren, gab es nicht mal Klospülung, man musste Wasser in Plastikflaschen füllen) und größtenteils nicht überdacht (dafür hat man beim Spülen einen herrlichen Ausblick auf die Bavella-Kette). Sie werden mitgenutzt von einigen Strandhüttenbewohnern, die wohl so etwas wie den Rest des ehemaligen FKK-Campings darstellen - es kann also sein, dass man hin und wieder auf unbekleidete Leute stößt.

Unser Aufenthalt war etwas getrübt vom (zum Glück nur abends) beinahe unerträglichen Gestank des Étang, das ist wohl eine Frage der Windrichtung, aber ansonsten ist der "halbwilde" Standplatz direkt am Strand mit Pinienschatten und Meerblick wirklich einmalig. Einkaufen kann man auf dem "eigentlichen" Camping, allerdings ist von den Dünen aus dazu wirklich ein Fahrrad zu empfehlen; zum Strand kommt aber immerhin morgens ein Bäckerwagen. Ansonsten hat der benachbarte "California" ja auch einen Lebensmittelverkauf...

Geöffnet von April bis Oktober.

Kritik von Ruth Mader, 19. 6. 2010

 

 

Schon unsere Ankunft wurde von einer missgelaunten Campingchefin getrübt, da wir uns einfach einen Platz suchten, so wie es uns von dem Herrn an der Pforte erklärt wurde, dies aber wohl nicht den üblichen Regeln entsprach. Den Platz, den wir nun schon für uns eingerichtet hatten, durften wir gnädigerweise behalten, dafür mussten wir aber den Strom, weil dort vorhanden, obwohl von uns nicht genutzt, täglich mit bezahlen.

Insgesamt traf man viele nette Nudisten, die schon seit Jahrzehnten diesen Platz immer wieder aufsuchen und uns von den guten alten Zeit erzählten, als der Villata drei mal so groß war und man noch direkt am Meer zelten konnte. Heute zeugt davon nur noch ein Campingfriedhof mit einem etwas eigenwillig nostalgischen Charme.

Die Bucht und die Aussicht auf die Bavella-Kette ist ein Bilderbuchcampingort, auch die sanitären Anlagen sind gut, sofern man nicht mit einem Wohnmobil in den Dünen steht.

Der Laden ist zwar teuer, aber man bekommt alles ausreichend und trifft dort auch die wirklich einzig netten Korsen auf dem Campingplatz.

Als kinderloses Paar wäre es uns wahrscheinlich sehr gut ergangen, doch wir hatten zu unserem Pech unseren Sohn (12 Jahre) und unsere Tochter (9 Jahre) mit dabei, welche altersgemäß einen gewissen Spieltrieb entfalten und sich gerne des Abends auch mal mit anderen Gleichaltrigen bandenbildend etwas herumtreiben, was von sehr empfindlichen Gästen als wohl recht störend bei der Campingchefin angemahnt wurde. (Die allabendliche Grölerei von der Pizzeria, an welcher auch immer wieder bis 2 Uhr morgens die Betreiber mit Teil hatten, störte scheinbar niemanden.) So hatten wir zwei bis drei Mal das Vergnügen, wegen unserer Kinder von der Chefin auf eine unverschämte Weise ermahnt zu werden. Zwei Tage vor Abreise wurde meine Frau in meiner Abwesenheit von ihr regelrecht beleidigt und gebeten, den Platz zu verlassen, da wohl unsere Kinder immer wieder es wagten, auf dem großen staubigen Platz um die Rezeption herum sich aufzuhalten und gar zu spielen. Uns wurde von einigen Seiten berichtet, dass je nach Tagesverfassung der Chefin solche Aktionen immer wieder zu erleben sind. Es gab auch keinen Langzeitcamper, welcher nicht schon ein oder mehrmals mit ihr einen Konflikt erlebt hatte.

So blieb uns unser Campingurlaub mit einem herben Beigeschmack in Erinnerung auf den wir gerne in dieser Erholungszeit verzichtet hätten. Da muss man sich schon überlegen, ob die verhältnismäßig günstigen Preise dies wert sind.

Kritik von A. G., 12. 8. 2010

 

Camping Villata Camping Villata
Camping Villata Camping Villata
Camping Villata Camping Villata
Camping Villata Camping Villata
Camping Villata  

 

Lage des Camping Villata


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